Ende der Dürre - Der nasseste September seit 2001

Allerdings fallen die Niederschlagswerte in unserer Region äußerst unterschiedlich aus. Selbst innerhalb eines Landkreises kann es an einem Ort mehr als doppelt so viel geregnet haben als an dem anderen.

von Alexander Dontscheff


Symbolbild
Symbolbild Foto: Marvin König

Deutschland. Morgen geht der September zu Ende, der vielerorts der regenreichste Monat des Jahres war. Und nicht nur das: Bundesweit war es der niederschlagsreichste September seit 2001. Der Übergang in die kalte Jahreszeit ist somit eingeläutet. Zusammengefasst war der September äußerst nass sowie durchschnittlich temperiert und sonnig. Das meldet der Deutsche Wetterdienst (DWD) nach ersten Auswertungen der Ergebnisse in einer Pressemeldung. In unserer Region sind die Regenmengen äußerst unterschiedlich ausgefallen.


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Das Temperaturmittel lag im September 2022 mit 13,4 Grad Celsius (°C) um 0,1 Grad über dem Wert der international gültigen Referenzperiode 1961 bis 1990. Im Vergleich zur aktuellen und wärmeren Vergleichsperiode 1991 bis 2020 lag die negative Abweichung bei 0,4 Grad. Mit fast 155 Stunden erreichte die Sonnenscheindauer im September in etwa ihr Soll von 150 Stunden (Periode 1961 bis 1990). Auch im Vergleich zu 1991 bis 2020 (157 Stunden) war die Sonnenscheinbilanz ausgewogen.

Ausgiebiger Septemberregen setzt Dürre ein Ende


Im September fielen mit durchschnittlich rund 100 Litern pro Quadratmeter (l/m²) annähernd 165 Prozent des Niederschlags der Referenzperiode 1961 bis 1990 (61,1 l/m²). Im Vergleich zu 1991 bis 2020 (64,5 l/m²) erreichte die Menge rund 155 Prozent des Solls. Damit kehrte nun eine deutliche Entspannung in den dürregeplagten Regionen ein. Erstaunlicherweise brachte der September dort sogar mehr Niederschlag, als alle Sommermonate zuvor zusammen. Es war der niederschlagsreichste September seit 2001.

In Niedersachsen ermittelten die Thermometer ein Septemberwert von 13,8 °C, bei gleichzeitig nassen 95 l/m². Besonders viel Niederschlag gab es mit über 100 l/m² im Nordseeumfeld. Trotz allem schaffte es die Sonnenscheindauer auf rund 155 Stunden (135 Stunden).

Große Unterschiede in der Region


Auch in unserer Region kam teilweise viel Wasser vom Himmel herab. In Braunschweig waren es nach Angaben von proplanta 105.2 l/m². Das ist viermal so viel wie im September des Vorjahres (26.10). Allerdings war dieser auch der trockenste Monat des Jahres in der Löwenstadt. In Gifhorn (Kästorf) fiel mit 78.90 l/m² (Vorjahr 33.30) deutlich weniger Regen als in Braunschweig.

Dass es auch innerhalb eines Landkreises große Abweichungen gibt, zeigt Goslar. Während in Bad Harzburg nur 42.50 l/m² (13.30) vom Himmel fielen, war es in Braunlage mit 106.10 fast zehnmal so viel wie 2021 (14.80). Relativ trocken blieb es auch in Helmstedt (Emmerstedt) mit 54.50 l/m² (16.70) und Salzgitter-Lichtenberg mit 64.40 l/m² (37.90). In Wolfenbüttel wurden 70.00 l/m² (26.20) registriert und in Wolfsburg 82.10 l/m² (14.10). Etwas nasser war es in Lengede im Landkreis Peine mit 91.40 l/m² (32.90).


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