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Erneute "Schockanrufe": Trickbetrüger erbeuten 30.000 Euro



Erneute "Schockanrufe": Trickbetrüger erbeuten 30.000 Euro

Die Täter haben es dabei vermehrt auf Senioren abgesehen und täuschen eine Notsituation von Angehörigen vor.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Rudolf Karliczek

Braunschweig. Nachdem es bereits am vergangenen Montag zu einem Trickbetrug durch einem sogenannten "Schockanruf" gekommen ist (regionalHeute.de berichtete), gingen am gestrigen Dienstag gleich mehrere dieser Anrufe im Braunschweiger Stadtgebiet bei verschiedenen Senioren ein, wie die Polizei in einer Pressemitteilung berichtet. Dabei sei es zu einer Schadenssumme von rund 30.000 Euro gekommen.



Bei diesen "Schockanrufen" würden die Täter immer wieder ähnlich vorgehen. Eine vermeintliche Notsituation eines Familienangehörigen, meistens des Enkels, werde vorgetäuscht. Zur Abwendung weiteren Übels werde die Übergabe einer vorher bestimmten Bargeldsumme gefordert. Das Bargeld werde dann häufig durch Mittäter bei den Seniorinnen und Senioren abgeholt.

So sei es auch am gestrigen Dienstagmorgen kurz hintereinander zu zwei "Schockanrufen" bei jeweils einer 87- und einer 94-jährigen Seniorin gekommen. Beide Male seien die Täter wie beschrieben vorgegangen. Sie hätten einen Verkehrsunfall des Enkels vorgetäuscht und gaben an, dass sie das Bargeld zur Schadensregulierung bräuchten.



Nach den Gesprächen hätten sich die älteren Damen zur Bank begeben und hoben dort jeweils einen Geldbetrag von rund 15.000 Euro ab. Später sei dieser Geldbetrag durch eine Mittäterin bei den Seniorinnen zuhause abgeholt worden. Erst hiernach hätten die Rentnerinnen andere Familienangehörige angerufen. Durch den Anruf habe der Betrug aufgedeckt werden können.


Das zuständige Fachkommissariat ermittele nun in beiden Fällen wegen Trickbetruges. Die Polizei weist darauf hin, dass in solchen Fällen immer sofort mit Angehörigen Kontakt aufgenommen werden solle. So könne sich über eventuelle Notsituation informiert und ein bevorstehender Betrug erkannt werden. Im Zweifel könne immer die 110 gewählt und Hilfe oder Rat eingeholt werden.


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