Region. Mit Beginn der Mais- und Rübenernte steigt auch die Gefahr verschmutzter Fahrbahnen. Matsch, Erde, Laub und Regen können Straßen in rutschige Gefahrenstellen verwandeln. Verkehrsteilnehmer sollten deshalb besonders aufmerksam sein und ihre Geschwindigkeit den Straßenverhältnissen anpassen.
Mit der Ernte sind wieder vermehrt landwirtschaftliche Maschinen und Transportfahrzeuge auf den Straßen unterwegs. Sie können langsam fahren, von Feldwegen auf die Fahrbahn einbiegen oder beim Abbiegen aufgrund ihrer Größe weit ausschwenken. Besonders bei Nebel, Regen und der früher einsetzenden Dunkelheit sind die Fahrzeuge häufig erst spät zu erkennen. Warnschilder und Hinweise auf eine verschmutzte Fahrbahn sollten deshalb unbedingt beachtet werden.
Rutschgefahr durch Matsch und Schmutz
Auch wenn Straßen nach Verschmutzungen regelmäßig gereinigt werden, kann ein feiner Schmutzfilm zurückbleiben. Gerade auf tonigen Böden kann dieser Film die Fahrbahn erheblich rutschiger machen und eine ähnliche Gefahr wie ein Ölfilm darstellen.
Grundsätzlich ist jeder Fahrzeugführer selbst dafür verantwortlich, seine Fahrweise an die jeweiligen Straßenverhältnisse anzupassen. Das betont auch die Polizei. Bei Nässe und rutschigen Fahrbahnen sollte daher besonders langsam und vorsichtig gefahren werden.
Verursacher müssen für die Reinigung sorgen
Wer eine Straße durch landwirtschaftliche Arbeiten verschmutzt, ist grundsätzlich auch dafür verantwortlich, die Verschmutzung möglichst schnell zu beseitigen. Landwirte sollten ihre Fahrzeuge deshalb vor dem Verlassen eines Feldes so weit wie möglich von Erde und Schmutz befreien.
Eine sofortige Reinigung ist allerdings nicht immer möglich. Ernte- und Transportfahrzeuge sind teilweise über längere Zeit im Einsatz, sodass Verschmutzungen vorübergehend auf der Fahrbahn bleiben können. Dauert die Reinigung länger, muss auf die Gefahr entsprechend hingewiesen werden. Dafür können Warnschilder und Warnleuchten eingesetzt werden.
Wer eine notwendige Reinigung nicht veranlasst, müsse laut Polizei zudem damit rechnen, dass eine behördliche Reinigungsaktion angeordnet wird. Die Kosten dafür können dem Verursacher in Rechnung gestellt werden.
Besondere Vorsicht im Herbst
Neben verschmutzten Fahrbahnen bringt die dunkle Jahreszeit weitere Gefahren mit sich. Durch Nebel, Regen und die früh einsetzende Dämmerung können Fußgänger, Radfahrer sowie Personen, die Fahrbahnen absichern oder reinigen, schlechter erkannt werden.
Hinzu kommt die erhöhte Gefahr von Wildwechsel. Besonders in den frühen Morgen- und Abendstunden sollten Autofahrer deshalb aufmerksam unterwegs sein und ihre Geschwindigkeit entsprechend anpassen.

