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Erweiterte Maskenpflicht und Sperrstunde: So will man die Corona-Lage in den Griff kriegen

Die verschärften Maßnahmen gelten allerdings nur in den Corona-Hotspots. In unserer Region sind die Werte davon noch ein gutes Stück entfernt.

von Marvin König und Alexander Dontscheff


In Corona-Hotspots soll es eine erweiterte Maskenpflicht geben.
In Corona-Hotspots soll es eine erweiterte Maskenpflicht geben. Foto: aktuell24

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14.10.2020

Berlin. Gegen die Ausbreitung des Coronavirus soll es strengere Maßnahmen geben. Das gaben Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Michael Müller, Regierender Bürgermeister von Berlin (SPD) und Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) im Rahmen einer Pressekonferenz nach einem Verhandlungsmarathon zwischen den Regierungschefs aus Bund und Ländern bekannt. Greifen würden dann unter anderem Einschränkungen bei privaten Feiern vor allem in den sogenannten Corona-Hotspots. In unserer Region sind jedoch noch alle Städte und Kreise deutlich vom Grenzwert entfernt.



Nach den am heutigen Mittwochabend vorgestellten Plänen der Bundesregierung, die von 14 bis 22 Uhr mit den Ministerpräsidentinnen und -präsidenten der Länder tagte, greifen die meisten Maßnahmen weiterhin erst bei einer 7-Tage-Inzidenz von 50 Fällen auf 100.000 Einwohnern. Die höchste Zahl in unserer Region weist derzeit der Landkreis Gifhorn mit einer 7-Tage-Inzidenz von 24,9 auf, gefolgt von Braunschweig mit einem Wert von glatt 20 und dem Landkreis Peine mit 16,39. Allerdings soll es auch die Maßnahme der erweiterten Maskenpflicht geben, die bereits bei einer 7-Tage-Inzidenz von 35 Fällen gelten würde. Ausgeweitet würde die Maskenpflicht auf alle Bereiche, in denen viele Menschen auf engerem Raum zusammenkommen, auch im Freien.

Beschränkungen privater Feiern


Die geplante Sperrstunde für Bars, Clubs und Kneipen ab 23 Uhr gilt allerdings nach dem alten Grenzwert. Auch für private Feiern sollen die Regeln verschärft werden. In den Hotspots sollen nur noch maximal zehn Personen aus zwei verschiedenen Hausständen an einer Feier teilnehmen dürfen. Auch sollen sich in der Öffentlichkeit nur noch maximal zehn Personen aus zwei Haushalten treffen dürfen.

Keine Einigung gab es dagegen hinsichtlich einer einheitlichen Regelung für ein Beherbergungsverbot für Personen aus Risikogebieten. Die Entscheidung soll erst nach den Herbstferien im November getroffen werden. Einigen konnte man sich nur auf den dringenden Aufruf für Menschen in den Risikogebieten, von nicht notwendigen Reisen abzusehen und auch nicht in die Hotspots zu reisen.


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