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"Fahrradparkhaus" entsteht am Bahnhof - Grüne mäßig zufrieden mit Standort



Wolfenbüttel

"Fahrradparkhaus" entsteht am Bahnhof - Grüne mäßig zufrieden mit Standort

Langfristig solle laut Gestaltungsbeirat über ein "richtiges" Fahrradparkhaus nachgedacht werden, nicht nur über eine "Fahrradabstellanlage mit zweckdienlicher Verkleidung".

von Marvin König


Am Wolfenbütteler Bahnhof soll ein Fahrrad-Parkhaus entstehen. Über 400.000 Euro soll das Vorhaben kosten.
Am Wolfenbütteler Bahnhof soll ein Fahrrad-Parkhaus entstehen. Über 400.000 Euro soll das Vorhaben kosten. Foto: Werner Heise

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Wolfenbüttel. Das Fahrradparkhaus am Bahnhof soll bis zum kommenden Sommer hinter dem Bahnhofsgebäude am Gleis 1 entstehen. Darauf hat sich der Gestaltungsbeirat der Stadt nach einer eingehenden Untersuchung vorgeschlagener Alternativstandorte festgelegt. So entstehen ab kommendem Frühjahr 69 sichere Abstellmöglichkeiten für "normale" Fahrräder. Eingebunden wurde auch der Antrag der AfD, womit auch drei Fahrräder mit Übergrößen zur Verfügung stehen sollen.



Die neuen Fahrradschließfächer sollen nach Fertigstellung über das Portal "Dein-Radschloss.de" buchbar sein. Der Rat der Stadt widersprach bereits im September dem einstimmigen Beschluss des Bauausschusses für die Verlegung des in seiner vergitterten Bauweise doch recht unästhetischen Baus auf die Kurzzeitparkplätze nahe des SPD-Pavillons auf dem Bahnhofsvorplatz. Die Diskussion darüber artete im Rat sogar in eine Grundsatzdiskussion zum Radverkehr im Allgemeinen aus (regionalHeute.de berichtete) Aus Sicht des Antragstellers und Grünen-Ratsherren Stefan Brix sei die gefundene Lösung wenig zufriedenstellend: "Sicher ist es ein prinzipieller Erfolg, dass es überhaupt ein Fahrradparkhaus gibt, aber der Standort ist nun mal sehr abseits und führt zu langen Laufwegen für Pendler, die ihr Fahrrad sicher abstellen wollen." Brix schlussfolgert: Die Lösung zeigt, dass der alltägliche Radverkehr in Wolfenbüttel wenig verstanden wird. Ihm wird nicht der Stellenwert beigemessen, den er aufgrund der dringend notwendigen Verkehrswende verdient hat."

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Langfristige Vorschläge für Fahrräder am Bahnhof


Der Gestaltungsbeirat befürwortete zwar "unter den gegebenen Umständen" den Standort am hinteren Ende von Gleis 1, empfiehlt jedoch auch eine langfristige Überarbeitung des Bahnhofsvorplatzes und der vorhandenen Pavillons. So könnte beispielsweise auf dem Gelände des Bahnhofsparkplatzes neben der Fußgängerbrücke über die Oker ein "tatsächliches" Fahrradparkhaus gebaut werden, welches dann in der Gestaltung dem gesamten Ensemble anzupassen sei. Ein "tatsächliches" Fahrradparkhaus deshalb, weil der Gestaltungsbeirat den Begriff für irreführend halte, "da es sich um eine Fahrradabstellanlage mit zweckdienlicher Verkleidung handelt", begründet der Beirat. Weiterhin wird empfohlen: "Um mehr Möglichkeiten für Radfahrer zu schaffen, sollten die Kurzzeitparkplätze auf den hinteren Parkplatz verlegt werden und an der Stelle der Kurzzeitparkplätze Fahrradbügel installiert werden."

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