Berlin. DJ Felix Jaehn kritisiert den Einfluss von Management und Plattenfirma auf die eigene Musik und will sich mehr künstlerische Freiheit verschaffen.
Er habe eine Reihe depressiver Songs geschrieben, sagte Jaehn dem "Tagesspiegel". "Das letzte Mal, als ich sie veröffentlichen wollte, haben mich Management und Plattenfirma davon überzeugt, es nicht zu tun, weil es nicht mit dem bestehenden Projekt vereinbar sei." Inzwischen wolle Jaehn sich solche Entscheidungen nicht mehr ausreden lassen und das eigene Team neu aufstellen. "Die Musikbranche ist ein schlimmes Klischee. Das meiste von dem, was man über die Industrie denkt, stimmt."
Auch den Einfluss sozialer Medien auf die Musikindustrie thematisiert Jaehn im "Tagesspiegel". Heute werde erwartet, auf den Plattformen aktiv zu sein. "Wenn ein Song dort nicht funktioniert, investiert die Plattenfirma häufig kein Geld in dich." Zudem funktioniere der geforderte Social-Media-Output meistens nicht ohne das eigene Gesicht. Jaehn sieht darin eine zusätzliche Anforderung an Künstler, die nicht nur Musik produzieren, sondern sich auch öffentlich präsentieren sollen.
"Der Traum, den ich als Jugendlicher hatte, wurde irgendwann zum Albtraum, weil ich mich auch gegen mich selbst durchkämpfen musste", sagte Jaehn. "Jetzt ist es wieder mein Traum."
Felix Jaehn kritisiert Musikbranche und Plattenfirmen
DJ Felix Jaehn kritisiert den Einfluss von Management und Plattenfirma auf die eigene Musik und will sich mehr künstlerische Freiheit verschaffen. Er habe eine Reihe depressiver Songs geschrieben, sagte Jaehn dem "Tagesspiegel".
Felix Jaehn (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur
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