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Feuerwehr appelliert an die Vernunft


Kurt Jakobi, Sebastian Skalski und Sven Dost (v. li.) hoffen auf wenige Einsätze in der Silvesternacht. Foto: Feuerwehr Wolfenbüttel
Kurt Jakobi, Sebastian Skalski und Sven Dost (v. li.) hoffen auf wenige Einsätze in der Silvesternacht. Foto: Feuerwehr Wolfenbüttel Foto: privat

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30.12.2016

Wolfenbüttel. Die Weihnachtszeit ist vorbei und das Jahr 2016 auch - was wie immer folgt ist der Jahreswechsel und die damit verbundenen Silvesterfeiern. Doch leider wie auch in jedem Jahr die Unvernunft einiger Mitbürger und daraus resultierend zahlreiche Brände.


Die Feuerwehr Wolfenbüttel ist wie auch in den Vorjahren immer einsatzbereit. Ortsbrandmeister Kurt Jakobi und der an Silvester diensthabende Brandmeister vom Dienst (BvD) Sebastian Skalski hoffen auf wenige Einsätze, wünschen sich jedoch Vernunft bei den feiernden Menschen. Beide feiern zwar auch, sind jedoch ständig auf Abruf.

"Da die Wahrscheinlichkeit von Einsätzen gerade zu Silvester sehr hoch ist, hat man am Silvesterabend, auch bei der privaten Feier im Kreise der Familie, immer die Gedanken bei der Feuerwehr", gibt Jakobi zu bedenken. "Gerade zu Silvester wenn die Bürger mit Raketen, Fontänen und Knallkörpern hantieren, kann es schnell mal zu einem Mülltonnen- oder Heckenbrand kommen", so der Ortsbrandmeister weiter. Besonders gefährlich sei es dann, wenn der Müllcontainer oder die Hecke sehr nahe am Carport oder sogar Haus stünde.

Sicherheitshinweise beherzigen


"Als diensthabender BvD erwarte ich einen ruhigen Jahreswechsel", führt Sebastian Skalski aus, "das setzt natürlich den umsichtigen und respektvollen Umgang mit den Feuerwerkskörpern voraus. Wenn die Sicherheitshinweise vom jeweiligen Hersteller beherzigt werden, sollte es zu keinen gefährlichen Situationen kommen", gibt Skalski zu bedenken.

Die Ausbreitung eines Brandes geht erfahrungsgemäß sehr schnell, in Vergangenheit rückte die Feuerwehr oft zu Raketen aus, die sich in Hecken oder Gebüschen verfingen und dort ein Feuer verursachten. Auch musste die Drehleiter genutzt werden, um Dächer oder Balkone zu kontrollieren, wenn sich dort Brände entwickelten - nicht ohne Risiko für die Feuerwehrleute im Korb der Drehleiter, während kontrolliert wird, fliegen die Raketen und Knallkörper weiter.

Eindringlich bittet Kurt Jakobi daher: "Deswegen gilt es hier insbesondere die Abstände zu brennbaren Materialien einzuhalten. Sicherheitshalber sollte man, wenn vorhanden, einen Feuerlöscher oder einen Eimer Wasser bereitstellen, um im Falle eines Falles das Feuer im Keim ersticken zu können". Wichtig sei es auch, die noch glimmenden Verpackungsreste nicht einfach in den Mülleimer zu werfen sondern abzulöschen, so Jakobi.

Feuerwehrleute feiern auf der Wache


In der Feuerwache an der Friedrich-Ebert-Straße treffen sich am Silvesterabend rund 20 Feuerwehrleute, einige mit Partnern, um feiern zu können - immer einsatzbereit und natürlich ohne Alkohol. "Wenn ein Einsatz gemeldet wird, besetzen die Kameraden dann die Fahrzeuge des ersten Löschzugs", informiert der stellvertretende Ortsbrandmeister Sven Dost. Das bedeutet auch eine Entlastung für die Kräfte der beiden diensthabenden Bereitschaftskreise. "Bei größeren Lagen oder diversen Einsatzstellen werden die Kreise jedoch nachalarmiert", so Jakobi und Dost nickend. Ein Hintergrund-Führungsdienst sei ebenfalls eingerichtet, so könne ein weiterer BvD im Notfall ausrücken, wenn der Eigentliche im Einsatz sei. Auch bitten die drei Führungskräfte, keine Flaschen als Raketenabschuss-Basis auf die Straßen zu stellen: "Die Einsatzfahrzeuge von Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienst müssen schnell und sicher zu ihren Notfällen gelangen, ein Slalomfahren um Scherben und Flaschen ist gefährlich und kostet Zeit.Weiter sei es auch nicht im Bewusstsein des Bürgers, dass wir als freiwillige Feuerwehrleute von Zuhause oder irgendwo unterwegs zur Feuerwache fahren müssen".

Auch die Sachbereiche Pressearbeit/Soziale Medien bereiten sich auf die möglicherweise vermehrt auftretenden Einsätze vor - so befindet sich der Fachbereichsleiter Öffentlichkeitsarbeit, Tobias Stein, als Pressesprecher im Hintergrunddienst, während sein Stellvertreter Michael Hoppmann mit ausrücken wird. Es werde in gewohnter Art und Weise und schnell über Ereignisse informiert.


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