Berlin. Das Forschungsministerium hat bislang nur knapp die Hälfte der finanziellen Mittel für die "Nationale Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen" für 2026 bewilligt.
Das geht aus Antworten des Hauses von Ministerin Dorothee Bär (CSU) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, über die die "Rheinische Post" in ihrer Montagsausgabe berichtet. 2026 flossen bislang erst gut 22 Millionen Euro. Tatsächlich ausgegeben wurden bis dato 5,1 Millionen Euro. Insgesamt stehen dem Forschungsministerium allein für dieses Jahr 50 Millionen Euro für die "Nationale Dekade" zur Verfügung.
"Die Bundesregierung hat mit der Nationalen Dekade viel versprochen und große Hoffnungen geweckt, liefert aber nicht. Es droht ein Mittelverfall", sagte die Linken-Abgeordnete Sonja Lemke der "Rheinischen Post". Von einer gemeinsamen Kraftanstrengung sei "nichts zu spüren", bemängelte Lemke weiter. "Wenn es so weiterläuft, wird die Dekade eine große Enttäuschung werden", sagte sie. Damit sich das ändert, müsse die Bundesregierung "schnell in einen anderen Arbeitsmodus kommen". Die Linken-Politikerin forderte die Regierung auf, die Nationale Dekade "als wichtiges politisches Vorhaben" zu behandeln.
Laut Schätzungen sind in Deutschland mehrere Hunderttausend Menschen von postinfektiösen Erkrankungen betroffen, vor allem durch die zahlreichen Fälle nach der Coronapandemie.
Finanzmittel gegen postinfektiöse Erkrankungen fließen nur langsam
Das Forschungsministerium hat bislang nur knapp die Hälfte der finanziellen Mittel für die "Nationale Dekade gegen Postinfektiöse Erkrankungen" für 2026 bewilligt. Das geht aus Antworten des Hauses von Ministerin Dorothee Bär (CSU) auf eine Kleine Anfrage der Linksfraktion hervor, über die die "Rheinische Post" in ihrer Montagsausgabe berichtet.
Patient mit Infusionsständer (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur
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