Finnland warnt vor Einfluss Chinas und Russlands in der Arktis

Vor dem EU-Arktis-Gipfel im finnischen Rovaniemi warnt der finnische Botschafter in Deutschland, Kai Sauer, deutlich vor dem wachsenden Interesse Chinas und Russlands an der Region.

von


Grönland (Archiv)
Grönland (Archiv) | Foto: via dts Nachrichtenagentur

Mehr regionalHeute.de bei Google sehen?

Jetzt als bevorzugte Quelle festlegen

Berlin. Vor dem EU-Arktis-Gipfel im finnischen Rovaniemi warnt der finnische Botschafter in Deutschland, Kai Sauer, deutlich vor dem wachsenden Interesse Chinas und Russlands an der Region. "Es besteht wirtschaftliches Interesse, es besteht Interesse an den seltenen Mineralien und auch an den sich öffnenden Seewegen", sagte Sauer den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.


Angesichts des jüngsten Besuches von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen im grönländischen Nuuk und des mehr als 200 Millionen Euro starken Investitionspakets sagte Sauer, man hoffe, dass sich das europäische Interesse nicht nur auf Grönland begrenze, sondern die gesamte Arktis umfasse.

Der Diplomat gab sich selbstbewusst, auch mit Blick auf die Eisbrecherflotte, die zunehmend an Bedeutung gewinnt. Finnland plane 80 Prozent aller Eisbrecher weltweit, 60 Prozent würden in Finnland hergestellt - "auch wenn andere sich große Mühe geben". "Wir sind ein starker Player in der Arktis und müssen uns nicht verstecken."