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Fluthilfe: Sachspenden aus Wolfenbüttel können derzeit nicht verteilt werden



Wolfenbüttel

Fluthilfe: Sachspenden können derzeit nicht verteilt werden

Das DRK bittet daher um Geldspenden.

Symbolbild
Symbolbild Foto: Pixabay

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Wolfenbüttel. Wie der DRK-Kreisverband Wolfenbüttel nun mitteilte, können Sachspenden für die Opfer der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz derzeit nicht verteilt werden. Daher wird um Geldspenden gebeten. Unterstützung erhält das DRK von der Curt Mast Jägermeister-Stiftung und Kommunalpolitikern.



Wie das DRK weiter mitteilt, sind die Fahrzeuge des Rettungsdienstes seit gestern mit Trauerflor unterwegs. Damit will der DRK-Kreisverband sein Mitgefühl mit den Opfern der Hochwasser-Katastrophe im Westen Deutschlands ausdrücken, insbesondere für die verstorbenen Helfer und Einsatzkräfte. "Die Anregung zu dieser Aktion kam von den Führungskräften selbst und wurde sehr schnell von allen Kollegen umgesetzt", sagte Björn Försterling, Geschäftsführer des Rettungsdienstes.

Noch keine Sachspenden


Auf anderem Gebiet tritt das Rote Kreuz derzeit bewusst auf die Bremse, teilt dieses mit. "Uns erreichen viele Anfragen mit dem Ziel, den betroffenen Menschen in den Hochwassergebieten mit Sachspenden zu helfen", berichtet Andreas Ring, Vorstand des Kreisverbandes. Die Idee sei grundsätzlich gut, aber in der derzeitigen Situation ungeeignet. "Wie bereits das Elbe-Hochwasser 2002 gezeigt hat, sind Sachspenden in der Regel erst Monate nach der Katastrophe verwendbar."


Die Bilder aus Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz verdeutlichten die Situation, meint Ring: "In einem solchen Katastrophengebiet gibt es jetzt so gut wie keine Lager- und Sortierkapazitäten, auch Kleiderkammern und Tafeln sind nicht arbeitsfähig, und über weite Strecken sind Strom und Telefon ausgefallen – an eine koordinierte Logistik ist in dieser Lage kaum zu denken."

Das DRK und die anderen Hilfsorganisationen seien jederzeit bereit, aus den bestehenden Lagern auf Anforderung aus den Katastrophengebieten den Bedarf an Kleidung, Decken, Spielzeug und Zelten zu decken. "Wie das Hochwasser im Landkreis Wolfenbüttel gezeigt hat, brauchen die Menschen jetzt Trocknungsgeräte, Pumpen, Stromerzeuger und qualifizierte Hilfen um die Häuser wieder bewohnbar zu machen und die Infrastruktur aufzubauen."

Katastrophenschutz unter die Lupe nehmen


In allen Landkreisen und Städten Niedersachsens stünden zudem Helfer der Hilfsorganisationen in Bereitschaft, um auf Abruf die Kameradinnen und Kameraden aus den Krisengebieten zu entlasten. "Der Katastrophenschutz in Deutschland und dem Landkreis Wolfenbüttel muss erheblich ausgebaut werden", unterstrich Ring zudem eine bekannte Forderung des Verbandes. In diesem Zusammenhang kündigt der Kreisverband auch eine Bestandsaufnahme seines Aufgabenbereichs im Katastrophenschutz des Landkreises an.

Geldspenden helfen jetzt mehr


Prominente Unterstützung hat derweil der Aufruf des DRK bekommen, mit einer Spendenaktion Geld für Hilfsprojekte zu sammeln: Die Curt Mast Jägermeister-Stiftung erfuhr von der Idee des DRK und stellt sich dahinter. "Wir wollen das DRK gern finanziell bei Maßnahmen rund um das Hochwasser in der dortigen Region unterstützen", kündigte Manja Puschnerus vom Vorstand der Stiftung an. Außerdem starten am Mittwoch mehrere Sammelteams aus DRK-Mitgliedern und prominenten Lokalpolitikern, um in der Wolfenbütteler Fußgängerzone Sammelbüchsen herumzureichen. Weiterhin ist die finanzielle Hilfe auch per Überweisung möglich.

Die Daten des DRK-Spendenkontos lauten IBAN: DE27 2703 2500 0000 0056 15, BIC: BCLSDE21, Kennwort: Fluthilfe.


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