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Försterling: „Kindern wird ein wichtiger Weg versperrt“



Wolfenbüttel

Försterling: „Kindern wird ein wichtiger Weg versperrt“


Foto: Nigel Treblin

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Wolfenbüttel. An fünf Schulen im Landkreis Wolfenbüttel fehlen, so der Landtagsabgeordnete Björn Försterling in einer Pressemitteilung, ausgebildete Kunstlehrer, vier Schulen haben niemanden, der gelernt hat, Musik zu unterrichten. Die Grundschule Winnigstedt sei sogar gleich doppelt getroffen. Das habe eine Anfrage der FDP-Landtagsfraktion ergeben. Betroffen seien vor allem Grundschulen, auch landesweit.

Der Antwort der Landesregierung zufolge hätten folgende Schulen keine ausgebildeten Lehrkräfte für Musik, obwohl Musik auf der Stundentafel stehe: Grundschulen Sehlde, Winnigstedt, Halchter, Salzdahlum. Im Fach Kunst seien betroffen die Grundschulen Sickte, Winnigstedt, Elbe und Groß Stöckheim sowie die Erich-Kästner-Hauptschule in Wolfenbüttel.


Der bildungspolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Björn Försterling, hält diesen Mangel für problematisch. „Durch diese Fächer bekommen Schüler ein Verständnis für Kultur und können später selbst am kulturellen Leben teilhaben“, sagt er. „In der Grundschule werden die Grundlagen für ein Interesse an Kunst und Musik gelegt – wenn das nicht gelingt, versperrt man vielen Kindern den Weg in einen wichtigen Bereich der Gesellschaft.“

Gerade Kinder, die nicht von Haus aus musisch gefördert würden, hätten damit keine Chance, ihr Potenzial zu entwickeln. „Woher soll ein Kind denn wissen, ob es eine gefeierte Pianistin oder Bassist in einer Band werden will und kann, wenn es nie gelernt hat, Spaß an Musik zu haben?“ Die FDP fordere eine gezieltere Ausbildung von Lehrern dieser Fächer und eine Steuerung der Studienfächer durch das Land. „Den Studenten muss außerdem klar sein, dass sie mit diesen Fächern ausgezeichnete Einstellungschancen haben“, sagt Försterling.

Fachfremde Lehrer Kunst und Musik unterrichten zu lassen, sei für den Wolfenbütteler Freidemokraten keine Alternative. „Man muss auch in der Grundschule fachlich und didaktisch für ein Fach geeignet sein“, sagt er. „Es kann nicht jeder alles unterrichten.“ Außerdem: „Die Freude am Fach kann am besten jemand vermitteln, der selbst Freude daran hat.“


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