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Fümmelse-Resolution: Geschwindigkeitsbegrenzung nur Übergang

von Alexander Dontscheff


In Fümmelse kämpft man seit Jahren für mehr Lärmschutz. Symbolfoto: Marc Angerstein
In Fümmelse kämpft man seit Jahren für mehr Lärmschutz. Symbolfoto: Marc Angerstein Foto: Marc Angerstein)

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14.03.2017

Wolfenbüttel. Der Kreistag hat sich in seiner Sitzung am gestrigen Montag bei einer Enthaltung der Resolution für eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf der A395 bei Fümmelse angeschlossen. Die Anlieger im Ortsteil klagen seit Jahren über eine hohe Lärmbelästigung.



Frank Oesterhelweg (CDU) betonte allerdings auch, dass eine Geschwindigkeitsbegrenzung (in der Resolution wird Tempo 80 gefordert) nur eine temporäre Lösung sein könne. Grundsätzlich seien Autobahnen nicht dafür gedacht, dass darauf nur 80 gefahren wird. Hier müsse eine bauliche Lösung her. Die Autobahn stamme noch aus Vorwendezeiten. Der Lärmschutz sei nicht für den heutigen Verkehr - die A395 sei ein wichtiger Zubringer für die Strecke nach Leipzig und Dresden - ausgelegt. Auch eine entsprechende Bepflanzung der Seitenstreifen könne dem Lärmschutz dienen. Oesterhelweg betonte auch, dass das Problem nicht nur Fümmelse betreffe, sondern auch an anderen Orten im Landkreis Lärmschutzmaßnahmen erforderlich seien.

Ein Tempolimit generell kritisch sieht Michael Wolff (CDU), der sich daher auch als einziger der Resolution nicht anschloss. Für LKW, von denen ein erheblicher Teil der Lärmbelastung ausgehe, würde sich zum Beispiel durch Tempo 80 nichts ändern. Zudem müsse auch ein gleichmäßiger Verkehrsfluss angestrebt werden. Wenn die Geschwindigkeitsbegrenzung wieder aufgehoben wird, entstehe dort durch die Beschleunigung der Fahrzeuge erst recht eine erhöhte Belastung.

Am heutigen Dienstag wird die Resolution im Bauausschuss der Stadt Wolfenbüttel thematisiert.

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