Für die Umwelt: Taucher reinigten den Salzgittersee

Bei der Gewässerreinigungsaktion suchten die Taucher den Salzgittersee nach Müll ab.

Die Helfer des DLRG brachten die Taucher zu ihrem Einsatzort.
Die Helfer des DLRG brachten die Taucher zu ihrem Einsatzort. Foto: Rudolf Karliczek

Salzgitter. Am heutigen Montag kam es zu einer besonderen Reinigungsaktion am Salzgittersee. Freiwillige Taucher sammelten unter Wasser Müll ein und sorgten so für eine bessere Wasserqualität.


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Ideengeber und Organisator ist Tauchlehrer Frank Ehresmann (Unterwasserparcours Salzgittersee). Die Gewässerreinigungsaktion fand nun bereits zum zweiten Mal mit Unterstützung der im Umkreis gelegenen Tauchvereine statt. Alle leidenschaftlichen Taucher waren eingeladen, sich an der Müllsammlung zu beteiligen. Diese soll nun jährlich durchgeführt werden.

Mit ihrer Ausrüstung konnten die Taucher bis tief ins Gewässer vordringen.
Mit ihrer Ausrüstung konnten die Taucher bis tief ins Gewässer vordringen. Foto: Rudolf Karliczek


Unbekannte Orte erkunden


Unterstützt wurde die Gewässerreinigung von der Stadt Salzgitter. Dieser erteilte hierfür eine Sondergenehmigung, so bot sich den Tauchern die außergewöhnliche Möglichkeit, auch an Stellen im Salzgittersee zu tauchen, die sonst nicht zugänglich sind. Die Stadt stellte zudem einen Müllcontainer auf. Die DLRG unterstützte die Helfer ebenfalls mit drei Booten. So konnten die Taucher weiter in die Mitte des Sees gelangen. Im vergangenen Jahr habe man sich vor allem auf die Ufer konzentriert. Ein weiterer Schwerpunkt sei dieses Mal auch die Brücke gewesen, die die Besucher leider oft verleiten würde, Müll in der Umwelt abzuladen.

Ein feuchter Einsatz


"Bewaffnet" mit einem Kartoffelsack waren rund 50 Taucher im Einsatz. Es nahmen viele Vereine aus der Region teil, so beteiligten sich auch Teams aus Hannover, Hildesheim, Goslar, Wolfsburg, Braunschweig und natürlich Salzgitter an dem Einsatz. Zu finden gab es viel: von Autoreifen über Plastikmüll, Verpackungen, Autoradios, Glasflaschen bis hin zu Baustellenschildern.

Frank Ehresmann war sehr zufrieden mit der Aktion, nahm allerdings die Besucher in die Pflicht: "Eigentlich ist es zu spät, wenn wir Müll herausholen müssen. Viel besser ist es, wenn der Müll gar nicht erst ins Wasser kommt!"

Am Ende und nach einem gelungenen Einsatz konnten sich alle Helfer über leckere Speisen und kostenlose Verpflegung bei der Taucherbasis des TG Sepia freuen.


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