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Gefahr für Stadtgraben: Stadt analysiert mögliche Maßnahmen



Wolfenbüttel

Gefahr für Stadtgraben: Stadt analysiert mögliche Maßnahmen

von Max Förster


Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität am Stadtgraben. Foto: Max Förster
Maßnahmen zur Verbesserung der Wasserqualität am Stadtgraben. Foto: Max Förster Foto: Max Förster

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Wolfenbüttel. Erst vor Kurzem äußerte ein Bürger, der seit vielen Jahren am Stadtgraben fischt, seine Bedenken, dass der Teich umzukippen drohe (regionalHeute. de berichtete). Thorsten Raedlein, Leiter der Öffentlichkeitsarbeit der Stadt Wolfenbüttel, teilte nun auf Anfrage unserer Online-Tageszeitung mit, dass nach ersten Untersuchungen zwar kein akuter Handlungsbedarf bestehe, aber man dennoch dabei sei, mögliche Maßnahmen zu analysieren.

Nach den Erklärungen des Wolfenbütteler Fischers bei der jüngsten Sitzung des Bau- und Umweltauschusses wurden auch andere Stimmen auf der Facebook-Seite von regionalHeute.de laut, die Fragen und Anregungen zur Verbesserung der Wasserqualität des Stadtgrabens äußerten. So gehe man beispielsweise davon aus, dass das Problem an dem zu hohen Weißfischbestand liege. Wodurch auch zunehmend mehr Fäkalien in dem Teich seien. Ein anderer Leser fragt sich, ob man nicht einfach den See von den Fäkalien und den achtlos weggeschmissenen Abfällen befreien könne. Und ein weiterer Leser, sehe die Teilumleitung der Oker als eine mögliche Maßnahme an.

Was sagt die Stadt dazu?


Die Meinung der Stadt habe sich seit der Bauausschusssitzung in der vergangenen Woche nicht verändert, erklärte Thorsten Raedlein. Man sehe hier keinen akuten Handlungsbedarf. Denn obgleich der Nährstoffgehalt im Stadtgraben laut ersten Untersuchungsergebnissen zwar recht hoch sei, liege die Wassertemperatur unterhalb von 15 Grad Celsius. "Ein Algenwachstum ist also noch gar nicht möglich", erklärte Thorsten Raedlein. Obwohl laut Aussagen der Stadt also kein akuter Handlungsbedarf bestehe, sei man dennoch dabei, mögliche Maßnahmen zu analysieren. "Um diese jedoch abwägen zu können, bedarf es auch einer gewissen Zeit, um verlässliche Daten zu erhalten", so Raedlein. So sei eine verlässliche Ursachenforschung jedenfalls sinnvoller, als in Spekulationen zu verfallen. "Die Verwaltung wird natürlich in den politischen Gremien regelmäßig zum Thema informieren", teilt Raedlein mit.

Das rät die Stadt


Um das befürchtete Umkippen des Stadtgrabens durch einen zu hohen Nährstoffgehalt und somit die Gefahr durch einen zu geringen Sauerstoffgehalt für die Fische zu verhindern, sollte grundsätzlich auf das Füttern der Enten im Teich verzichtet werden, rät Thorsten Raedlein und "dass kein Müll im Stadtgraben entsorgt werden darf, sollte eigentlich selbstverständlich sein", heißt es weiter.

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