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Gegen häusliche Gewalt: Ministerin unterstützt Plakataktion

Gerade in Zeiten der häuslichen Isolation in der Corona-Krise könne das Risiko für häusliche Gewalt wieder zunehmen.

Symbolbild.
Symbolbild. Foto: Pixabay

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17.06.2020

Region. Anspannung und Stress in Zeiten der Corona-Krise haben auch zu einem Anstieg der häuslichen Gewalt beigetragen. "Die coronabedingte Isolation, Sorgen um den Arbeitsplatz oder finanzielle Probleme führen rasch zu einer angespannten Situation, die sich vielfach in Gewalt gegenüber Frauen und Kindern entlädt", erklärt die Niedersächsische Sozialministerin Carola Reimann, "hier sind wir alle gefordert, hinzusehen und Betroffene zu unterstützen." Vor diesem Hintergrund unterstützt die Ministerin auch die Initiative „Stärker als Gewalt" des Bundesfamilienministeriums. In zahlreichen Supermärkten in Deutschland wird mit der Plakataktion „Zuhause nicht sicher?" über Hilfsangebote informiert. Auch die Märkte des Edeka-Kaufmanns Cramer beteiligen sich an der Aktion, über deren Durchführung sich die Ministerin bei einem Besuch eines Marktes in Burgdorf am Mittwochmorgen informiert hat. Dies berichtet das Niedersächsische Ministerium für Soziales, Gesundheit und Gleichstellung.



"Ich danke Edeka Cramer stellvertretend für viele andere Märkte für die Unterstützung des Projektes. Gerade in diesen Zeiten, in denen insbesondere an den Lebensmitteleinzelhandel weitere hohe Anforderungen gestellt waren und sind. Aber das Thema häusliche Gewalt bleibt. Und häusliche Gewalt geht uns alle an", unterstreicht Ministerin Reimann. "Deshalb appelliere ich an alle Bürgerinnen und Bürger, nicht wegzuhören, wenn sie mitbekommen, dass sich eine Situation in einer Nachbarwohnung zuspitzt. Bieten Sie Hilfe an oder rufen Sie die Polizei. Eine aufmerksame, engagierte Nachbarschaft kann dazu beitragen, Gewalt zu verhindern."

Die Landesregierung hat bereits im April gemeinsam mit dem Landespräventionsrat die Kampagne "Hast Du das auch gehört?" gestartet. Mit Flyern und Postern werden die Menschen im Land aufgefordert, aktiv zu werden, wenn sie häusliche Gewalt in der Nachbarschaft bemerken.


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