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Gewitter-Rückblick: Helmstedter Feuerwehren im Dauereinsatz

von Eva Sorembik


Vor allem in Grafhorst hatten die Einsatzkräfte alle Hände voll zu tun. Fotos: Mirko Wogatzki
Vor allem in Grafhorst hatten die Einsatzkräfte alle Hände voll zu tun. Fotos: Mirko Wogatzki

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23.06.2017

Helmstedt. Am gestrigen Mittwoch traf die Region erneut ein heftiges Gewitter. Die Bilanz: Orkanböen von bis 120 Stundenkilometern, Starkregen mit mehr als 25 Millimetern und zahlreiche Blitzeinschläge. Auch für die Feuerwehren im Landkreis Helmstedt gab es seit den späten Nachmittagsstunden bis tief in die Nacht zahlreiche Einsätze.


Die Feuerwehr Groß Brunsrode wurde gestern im Zuge des Unwetters zu einem umgestürzten Baum auf der K35 zwischen Groß Brunsrode und Klein Brunsrode alarmiert, berichtet Bennet Rebel vom Presseteam der Gemeindefeuerwehr Lehre. Der Baum sei an der Einsatzstellemittels Kettensäge zersägt und von der Straße geschafft worden. Während der Arbeiten kam es zu Verkehrsbehinderungen auf der Kreisstraße. Die Feuerwehr Groß Brunsrode war mit zwei Fahrzeugen und acht Kameraden vor Ort.

Für die Feuerwehren der Samtgemeinde Velpke gab esgestern seit dem Nachmittag ebenfalls jede Menge zu tun (regionalHeute.de berichtete).

Und auch am Abend wurde es nicht ruhiger. Das zweite Unwetter führte erneutzu einigen Einsätzen.

Bei derOrtsfeuerwehr Danndorf mussten die 16 Einsatzkräfte mehrere vollgelaufene Keller in der Vorsfelder Straße auspumpen.

B244mit Hilfe eines Güllefasses freigepumpt



Die Feuerwehr hatte ihre schwere Not gegen die Wassermassen anzukommen. Foto:



Erfindungsreichtum galt es für die Ortsfeuerwehr Grafhorst zu beweisen, als sie gegen 22.15 Uhr mit dem Einsatzstichwort "Straße unter Wasser" zur B244 gerufen worden ist. Die Wahrstedter Straße (B244) stand im Kreuzungsbereich zur Lindenstraße bis zu 40 Zentimeterunter Wasser. Ein paar Autos,die durch das Wasser fuhren, verloren sogar ihre Kennzeichen. Die B244 musste für eine knappe Stunde gesperrt werden. Die Feuerwehr öffnete die Abläufe und pumpte gleichzeitig das Wasser ab.

Da das Wasser immer wieder in größeren Mengen in den Kreuzungsbereich nachlief, holte ein Kamerad seinen Trecker und ein 30 Kubikmetergroßes Güllefass und pumpte hierüber die Massen ab.

Acht weitere Einsätze folgten. Hier benötigte die Feuerwehr allerdings kleineres Gerät. Bei den folgenden Einsätzen liefen Keller und auch Garagen voll. Mit Kellersaugpumpen und eigens angeschafftem Nasssauger wurden die Keller wieder trocken gelegt. Die 16 Einsatzkräfte waren bis 3.35 Uhr im Einsatz.

Die Ortsfeuerwehr Velpke musste zu insgesamt 5 Einsätzen in Velpke fahren.Anschließend unterstützte das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug HLF 20/16 die Kameraden aus Grafhorst.

Die Ortsfeuerwehr Bahrdorf war seit 22.25 Uhr im Einsatz. Zunächst unterstützten die drei Bahrdorfer die Kameraden in Velpke mit einem Nasssauger, anschließend ging es für sie als Unterstützung nach Grafhorst. Darüberhinaus waren drei Kameraden aus Bahrdorf für den Aufbau der Information und Kommunikation (IUK) in Velpke im Einsatz.

Als Ergebnis beider Unwetterfronten gingen 26 Einsätze für die Samtgemeinde Velpke hervor, so das Fazit von Mirko Wogatzki, Pressesprecher der Feuerwehr in der Samptgemeinde Velpke.



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