Bahnhofsgestaltung - Verkehrs- und Aufenthaltsqualität steigern

von Sandra Zecchino


Detlef Tanke, Verbandvorsitzender des Regionalverbandes Großraum Braunschweig, Bürgermeister Matthias Nerlich, Oliver Bley, Stadt Gifhorn, Ronald Matern, Projektleiter beim Regionalverband Großraum Braunschweig und Roland Neumann von der Agentur BahnStadt am Bahnhof Gifhorn Süd. Foto: Sandra Zecchino
Detlef Tanke, Verbandvorsitzender des Regionalverbandes Großraum Braunschweig, Bürgermeister Matthias Nerlich, Oliver Bley, Stadt Gifhorn, Ronald Matern, Projektleiter beim Regionalverband Großraum Braunschweig und Roland Neumann von der Agentur BahnStadt am Bahnhof Gifhorn Süd. Foto: Sandra Zecchino

Gifhorn. Auch wenn das Ziel - die Verkehrs- und Aufenthaltsqualität zu steigern - an beiden Gifhorner Bahnhöfen das gleiche ist, bedeutet das bei in beiden Fällen unterschiedliche Umsetzungen. Im Rahmen des Projektes "Bahnhofsumgestaltung" des Regionalverbandes Großraum Braunschweig sollen diese genau definieren werden.


Während die Sanierung am Bahnhofsvorplatz in der Stadt kurz vor der Fertigstellung steht, ist die weitere Nutzung des Bahnhofsgebäudes bis heute ungeklärt. Der Schwerpunkt werde also eher in dem Bereich der Aufenthaltsqualität liegen, erläutert Bürgermeister Matthias Nerlich. Im Gegensatz dazu werde es beim Bahnhof Süd wahrscheinlich stärker um die Anbindung an den Öffentlichen Nahverkehr, also um die Verkehrssituation, gehen, vermutet der Bürgermeister.

Um diese Aspekte genauer zu definieren werde nun im Rahmen des Projektes "Bahnhofsumgestaltung" ein Guthaben erstellt, so Detlef Tanke, Verbandvorsitzender des Regionalverbandes. Dafür stelle der Verband insgesamt 250.000 Euro zur Verfügung, was pro Bahnhof 15.000 Euro entspreche.

"Denn auch wenn wir mit VW eine Individualverkehrsregion sind, sollte auch der Öffentliche Personennahverkehr gestärkt werden", so Tanke. Und vor allem die Bahnhöfe hätten in den Städten häufig eine besondere Rolle, ergänzt Ronald Matern, Projektleiter beim Regionalverband Großraum Braunschweig. Schließlich seien diese oft das Erste, das jemand in einer neuen Stadt sehe.

Konkrete Umsetzung


Je nach den Bedürfnissen vor Ort würden im Rahmen des Gutachtens unterschiedliche Machbarkeitsstudien entwickelt, dabei werde mit den verschiedensten Akteuren zusammengearbeitet, erläutert Roland Neumann von der Agentur BahnStadt das weitere Vorgehen. Während bezüglich der Nutzung des Gebäudes am Stadtbahnhof eher Gespräche zu potenziellen Nutzern und der Bevölkerung gesucht werden, finden die Gespräche um die Verkehrsanbindung des Bahnhofes Süd eher mit Verwaltung und Politik statt. Doch Neumann betonte, dass das gesamte Projekt sehr flexibel gestaltet werde, so dass es an die unterschiedlichsten Anforderungen angepasst werden könne. Am Ende des Projektes - voraussichtlich Sommer 2019 - sollen verschiedene Konzepte vorliegen, deren Umsetzung anschließend diskutiert und geplant werden müsse. Dabei müssen die einzelnen Punkte auch schrittweise umgesetzt werden können.


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