Wittingen. Am Samstagabend kam es gegen 22 Uhr in der Rammestraße in Wittingen aus bislang ungeklärter Ursache zu einer Verpuffung in der Kellerwohnung eines Zweiparteienhauses. Der Mieter der betroffenen Wohnung musste durch die Einsatzkräfte gerettet und reanimiert werden. Das berichtet die Kreisfeuerwehr Gifhorn in einer Pressemitteilung.
Durch die Verpuffung sind Fensterscheiben der Kellerwohnung zerborsten. Der im darüberliegenden Wohnbereich lebende Hauseigentümer wurde durch den Knall aufmerksam und alarmierte umgehend die Rettungskräfte. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drang Rauch aus der Kellerwohnung.
Menschenrettung unter Atemschutz
„Da zu diesem Zeitpunkt noch von einer vermissten Person in der Wohnung ausgegangen wurde, leiteten wir unverzüglich eine Menschenrettung unter Atemschutz ein“, berichtet Einsatzleiter Torsten Bötticher von der Feuerwehr Wittingen. Der Bewohner konnte aufgefunden und ins Freie gebracht werden. Feuerwehr und Rettungsdienst begannen sofort mit der Reanimation des leblosen Verletzten - mit Erfolg: Der Patient erlangte wieder einen eigenen Kreislauf und wurde anschließend mit Brandverletzungen in das auf solche Verletzungen spezialisierte Universitätsklinikum Hannover transportiert.
Der Hauseigentümer wurde vor Ort ebenfalls durch den Rettungsdienst untersucht und kam während des Einsatzes bei Nachbarn unter. Die Feuerwehr führte Belüftungsmaßnahmen durch und verbrachte durch die Verpuffung entzündete Einrichtungsgegenstände ins Freie.
Einsatzkräfte vor Ort
Im Einsatz befanden sich insgesamt 35 Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehren Wittingen, Glüsingen, Lüben und Gannerwinkel. Zudem waren zwei Rettungswagen mit Notarzt des Regelrettungsdienstes sowie ein Rettungswagen der DRK-Bereitschaft Gifhorn vor Ort.
Gegen 0 Uhr konnten die letzten Einsatzkräfte die Einsatzstelle verlassen. Diese wurde zur weiteren Ursachenermittlung an die Polizei übergeben.

