Wittingen. Zwischen 15.09 Uhr und 18.30 Uhr sind der Polizei am gestrigen Montag fünf betrügerische Anrufe aus Hankensbüttel, Schneflingen, Wittingen und Emmen gemeldet worden. Unbekannte gaben sich dabei als Polizeibeamte aus, wie die Polizei in einer Pressemeldung mitteilt.
Die Anrufer fragten nach Schmuck, Bankkonten und Kontobewegungen oder berichteten von einer angeblichen Einbruchsserie in der Umgebung. Alle Angerufenen beendeten die Gespräche, machten keine Angaben und informierten die Polizei. In keinem der bislang bekannten Fälle entstand ein Vermögensschaden.
Polizei warnt vor weiteren Varianten
Die Polizei schließt nicht aus, dass es weitere, bislang nicht gemeldete Anrufe gab oder Betroffene einen Betrugsversuch noch nicht erkannt haben. Wer einen vergleichbaren Anruf erhalten oder bereits Geld oder Wertgegenstände übergeben hat, sollte sich umgehend bei der Polizei melden.
Geschichten werden angepasst
Nach Angaben der Polizei passen die Täter ihre Geschichten immer wieder an. Als falsche Polizeibeamte berichteten sie etwa von Einbrüchen in der Nachbarschaft und behaupteten, Bargeld oder Schmuck seien zu Hause oder auf der Bank nicht sicher. Anschließend kündigten sie an, Wertgegenstände zur angeblichen Sicherung abholen zu lassen.
Bei anderen Schockanrufen könne sich zunächst ein vermeintlicher Angehöriger melden und behaupten, einen schweren Verkehrsunfall verursacht zu haben oder sich in einer anderen Notlage zu befinden. Häufig übernähmen danach angebliche Polizeibeamte, Staatsanwälte oder Richter das Gespräch und forderten eine Kaution. Weitere Täter könnten sich als Ärzte ausgeben und behaupten, ein Angehöriger befinde sich nach einem Unfall oder wegen einer schweren Erkrankung im Krankenhaus und benötige dringend eine kostspielige Behandlung oder Medikamente.
Das rät die Polizei
Die Polizei rät, sich am Telefon nicht unter Druck setzen zu lassen und verdächtige Gespräche sofort zu beenden. Angaben zu finanziellen Verhältnissen, Konten oder Wertgegenständen sollten nicht gemacht werden. Geld oder Schmuck sollten niemals unbekannten Personen übergeben werden. Polizei und Justiz verlangten am Telefon keine Kaution und holten weder Bargeld noch Wertgegenstände zur Aufbewahrung ab. Betroffene Angehörige sollten unter einer bekannten Nummer selbst angerufen werden; die Polizei sollte über eine eigenständig herausgesuchte Telefonnummer oder in dringenden Fällen über den Notruf 110 verständigt werden. Auf die im Display angezeigte Rufnummer sollte man sich nicht verlassen, da sie manipuliert sein könne.

