Zu Tisch bei Germanen und Römern: Ernährung vor 2000 Jahren

Die Archäologin Ivonne Baier lädt ein zu einem Vortrag im Rittersaal des Schlosses.

Was kam mit der Keramik auf den Tisch? Botanische und zoologische Funde geben Einblicke in die Ernährung vor 2000 Jahren.
Was kam mit der Keramik auf den Tisch? Botanische und zoologische Funde geben Einblicke in die Ernährung vor 2000 Jahren. | Foto: I. Baier

Gifhorn. Am Dienstag, 2. November, folgt ein weiterer Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Archäologie im Landkreis Gifhorn und Umgebung". Ab 19 Uhr berichtet die Archäologin Ivonne Baier im Rittersaal des Schlosses Gifhorn über die Ernährung vor 2000 Jahren. Das teilt der Landkreis Gifhorn in einer Pressemeldung mit.


Ob Spanferkel à la Traian oder gekochtes Rebhuhn - die Gaumenfreuden Roms sind aus antiken Schriften bekannt. Es wurde gerne getafelt, gut und viel - zumindest in den Kreisen, die es sich leisten konnten. Bei den Germanen auch? Was wissen wir über den Speisezettel von vor gut 2000 Jahren jenseits des Limes? Nur ungewürzter Getreidebrei morgens, mittags und abends? Wenn schriftliche Quellen fehlen, sind es die archäologischen, botanischen und zoologischen Funde, die das Bild erhellen können. So werden jedes Jahr auf Ausgrabungen große Mengen Keramik geborgen, aber auch Pflanzenreste und Tierknochen.

Keramikfunde als kulturelle „Leitfossilien“


Für Archäologen sind Keramikfunde als kulturelle „Leitfossilien“ unverzichtbar für die chronologische Untersuchung von Fundplätzen. All diese Gefäße waren Teil der häuslichen Geschirrausstattung und in erster Linie zum Kochen und Auftragen, zum Bevorraten und Aufbewahren gedacht. Doch was kam mit der Keramik auf den Tisch? Botanische und zoologische Funde werfen ein Schlaglicht auf die Land- und Viehwirtschaft und ermöglichen Einblicke in die Ernährungsweise der Menschen von vor 2000 Jahren. So kann im Zusammenspiel von verschiedenen Wissenschaften der Speiseplan früherer Zeiten beleuchtet werden.

Aufgrund der begrenzten Sitzplatzzahl ist für den Besuch des Vortrags eine Reservierung erforderlich. Die Vorträge werden zusätzlich auch im Internet übertragen. Reservierungen und Anmeldungen für die Online-Teilnahme werden unter archaeologie@gifhorn.de oder 05371/3014 (bis 24 Stunden vor Veranstaltungsbeginn) entgegengenommen. Es gelten die 3G-Regel und die Corona-Vorschriften des Landkreises Gifhorn. Der Eintritt ist frei.


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