Arbeitskreis der UNESCO-Welterbe-Altstädte tagte in Goslar

Höhere Anforderungen bei zusammenhängenden Welterbe-Arealen in der Stadt

Zum Arbeitskreis der UNESCO-Welterbe-Altstädte sind Bernd Paulowitz aus Hamburg (von links), Norbert Huschner aus Wismar, Ute Freund aus Naumburg, Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk, Patricia Alberth aus Bamberg, Thomas Malnati aus Quedlinburg, Matthias Ripp aus Regensburg und Dr. Christine Bauer aus Goslar in die Rosentorstraße gekommen. Auf dem Bild fehlen Christina Stausberg vom Deutschen Städtetag und Ulrich Müllegger aus Augsburg.
Zum Arbeitskreis der UNESCO-Welterbe-Altstädte sind Bernd Paulowitz aus Hamburg (von links), Norbert Huschner aus Wismar, Ute Freund aus Naumburg, Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk, Patricia Alberth aus Bamberg, Thomas Malnati aus Quedlinburg, Matthias Ripp aus Regensburg und Dr. Christine Bauer aus Goslar in die Rosentorstraße gekommen. Auf dem Bild fehlen Christina Stausberg vom Deutschen Städtetag und Ulrich Müllegger aus Augsburg. | Foto: Stadt Goslar

Goslar. Der Arbeitskreis der UNESCO-Welterbe-Altstädte des Deutschen Städtetages hat am Donnerstag und Freitag in Goslar getagt. Im Arbeitskreis sind die „Welterbe-Beauftragten“ von Städten vertreten, die über größere zusammenhängende Welterbe-Areale im städtischen Kontext verfügen. Hierzu gehören die Altstädte von Wismar, Stralsund, Regensburg, Bamberg, Lübeck, Quedlinburg und Goslar. Das berichtet die Stadt Goslar in einer Pressemitteilung.


Darüber hinaus sind die Städte Hamburg mit der Speicherstadt und Aachen mit dem Dom dauerhaft im Arbeitskreis vertreten. Die Stadt Goslar ist Gründungsmitglied dieses im Jahre 2010 vom Deutschen Städtetag eingesetzten Arbeitskreises. Zur aktuellen Tagung in Goslar waren auch die Städte Naumburg und Augsburg eingeladen, die erst jüngst in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen wurden.

Spezielle Berücksichtigung von Welterbestätten in Förderprogrammen


Der Arbeitskreis diene dem Austausch über Welterbe-relevante Themen in den UNESCO-Welterbe-Städten und gebe Empfehlungen an den Deutschen Städtetag zum Umgang mit diesen, erklärte Goslars Welterbe-Beauftragte Dr. Christine Bauer. Dazu dienen unter anderem Positionspapiere. „Damit setzt sich der Deutsche Städtetag unter anderem für die spezielle Berücksichtigung von Welterbestätten in Förderprogrammen ein, wovon auch die Stadt Goslar in den vergangenen Jahren profitierte.“

Insgesamt 46 Welterbestätten gibt es in der Bundesrepublik. Anders als bei den meisten Stätten stehe in den Welterbe-Städten nicht nur ein einzelnes Gebäude oder Gebäudeensemble unter Schutz. „Wir haben viel größere Pufferzonen“, sagte Goslars Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk. Das mache Städtebauprojekte schwieriger und teurer. Es brauche die fachliche Expertise, Abstimmung, Gutachten, Genehmigungen. Projekte müssten viel sensibler geplant werden und seien damit auch zeitaufwändiger. „Deshalb ist es wichtig, dass dieser Arbeitskreis auf die Anforderungen und Probleme der Welterbe-Altstädte auch auf der politischen Ebene aufmerksam macht.“

Seit 2010 tagt der Arbeitskreis reihum in den jeweiligen Städten. Zuletzt war er im Frühjahr 2011 zu Gast in Goslar.


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