Ausschuss sieht Pfandaktion mehrheitlich als gescheitert an

von Alec Pein


Pfandrohre am Marktplatz. Foto: Alec Pein
Pfandrohre am Marktplatz. Foto: Alec Pein | Foto: Alec Pein



Goslar. Der Ausschuss für Bauen und Umwelt war sich vergangenen Donnerstag, 5. November, einig die Aktion "Pfand gehört daneben" zu beenden. Mit SPD-Ratsmitglied Giovanni Graziano, Initiator und Antragsteller in dieser Sache, herrschte allerdings nur Einigkeit bezüglich der gescheiterten Umsetzung der Aktion.

1320 Euro habe man ausgegeben, um an "belebten Orten" der Stadt Pfandbehälter aus Plastikrohren anzubringen. Der Ausschuss habe dem Antrag mit der Bedingung, mit möglichst geringem Aufwand, den größtmöglichen Effekt zu erzielen stattgegeben, so Ausschussvorsitzender Manfred Dieber. Die aufgestellten Behälter seien als weiterer Müllbehälter angesehen und sogar mutwillig zerstört worden. Für Unmut sorgte die kostengünstige Umsetzung bei Giovanni Graziano: Er habe eine Umsetzung mit Metallrohren gemäß dem Prototypen vorgeschlagen. Dieser sei so konstruiert, dass Unrat durch sie hindurch fiele und möglichem Vandalismus durch die Stabilität des Materials vorgebeugt werde. Er sei weiterhin der Überzeugung, die Aktion sei "richtig und wichtig" und weist auf erfolgreiche Umsetzung in anderen Städten hin. Dort hätten sich direkt an Müllbehälter angebrachte Metallrohre für Pfand etabliert. Außerdem habe er sich für eine Weiterentwicklung des Projekts eingesetzt und ein "Pfandrohr 2.0" vorgeschlagen, was abgelehnt worden sei. Sichtlich verärgert nahm er die folgende, positiv für eine Demontage der Behälter ausfallende Abstimmung entgegen.

Seitens der Stadt versicherte man Graziano, dass die Reinigung der Pfandbehälter mindestens einmal täglich im Zuge der Müllbehälterentleerung stattgefunden habe. Ausschussvorsitzender Manfred Dieber wies auf die Möglichkeit hin einen neuen Antrag zu stellen. Das Scheitern der Aktion sei kein Grund, nicht an anderer Stelle neu anzusetzen.


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