Neue Hitzewelle zum Schulstart - Das fordert die Lehrer-Gewerkschaft

Ab Donnerstag werden wieder Temperaturen über 30 Grad erwartet. Doch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft warnt: Immer mehr Hitzefrei stelle keine Lösung dar.

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Symbolbild. | Foto: Pixabay

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Region. Auch die schönste Ferienzeit geht einmal zu Ende. Ab Donnerstag müssen Schülerinnen und Schüler in Niedersachsen wieder zum Unterricht. Pünktlich zu diesem Anlass wird die nächste Hitzewelle mit Temperaturen über 30 Grad Celsius erwartet. Am Freitag werden in unserer Region sogar Werte bis zu 35 Grad erwartet. Die Diskussionen um Hitzefrei dürften also schon an den ersten Tagen des Schuljahrs wieder losbrechen. Doch kann das wirklich eine Lösung sein?



Die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) Niedersachsen beantwortet dies mit einem klaren "Nein" und will eine nachhaltigere Lösung. Eine ihrer Kernforderungen an die Landesregierung zum Start ins neue Schuljahr ist ein gemeinsames Schulgebäudekataster mit „Hitzeschutz-Ampel“.

Lernort und Arbeitsplatz


"Das Lernen und Arbeiten in Räumen, die nicht vor hohen Temperaturen schützen, wird zunehmend schwieriger. Schulen sind nicht nur Lernorte für Kinder und Jugendliche, sondern ebenso Arbeitsplätze von Beschäftigten“, wird der GEW-Landesvorsitzende Stefan Störmer in einer Pressemitteilung der GEW zitiert. Das Land Niedersachsen als Dienstherr und Arbeitgeber sei nun dringend gefordert, den Arbeits- und Gesundheitsschutz zu gewährleisten. Immer mehr Hitzefrei stelle keine Lösung dar.

„Wir brauchen zunächst ein Gebäudekataster aller Schulen beim Land, das zusammen mit den Kommunen erstellt wird. Ein Hin und Her bei der Verantwortlichkeit darf es nicht geben“, forderte der GEW-Landesvorsitzende gemeinsame Anstrengungen, da die Schulbeschäftigten beim Land verbeamtet oder angestellt sind und die Kommunen die Gebäude stellen.

Hitzeschutz-Ampel zur Einordnung


Im neuen Gebäudekataster solle von den Schulen verzeichnet werden, ob ein Raum bereits klimatisiert ist und ob es Änderungsbedarf gibt: „Eine `Hitzeschutz-Ampel´ würde zur Einordnung helfen. Bei Rot muss umgehend klimatisiert werden, bei Gelb ist es nachrangig und bei Grün nicht notwendig“, sagte Störmer. Finanzschwachen Kommunen solle bei der Umsetzung der Hitzeschutzmaßnahmen anschließend geholfen werden.

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