Goslar. Das Weltkulturerbe Rammelsberg erhält 2,25 Million Euro vom Bund. Der Haushaltsausschuss des Bundestages hat die Förderung heute beschlossen, wie der LINKEN-Abgeordnete Victor Perli und die SPD-Bundestagsabgeordnete Frauke Heiligenstadt am heutigen Donnerstag mitteilen.
„Das ist eine gute Nachricht für den Landkreis Goslar“, freute sich Perli. Er habe sich im Haushaltsausschuss für die Förderung eingesetzt, heißt es in einer Mitteilung. „Der Rammelsberg ist ein bedeutsamer Erinnerungsort. Die Bildungsarbeit, die dort zur Geschichte des mittelalterlichen und neuzeitlichen Bergbaues und auch zu den dunklen Zeiten der Zwangsarbeit geleistet wird, hat diese Förderung mehr als verdient.“
Bedeutsame Geschichte vermitteln
Erzbergwerk Rammelsberg
Inhaltlich sind in vielen Bereichen neue Forschungsergebnisse einzupflegen und diese unter Berücksichtigung schwindender Allgemeinkenntnisse über den Bergbau und seine historische und aktuelle Bedeutung für eine nachhaltige wirtschaftliche und gesellschaftliche Entwicklung in Deutschland mittels zukunftsfähiger Vermittlungsformen für Besucher:innen aufzubereiten. Bei den geplanten Maßnahmen zum Aufbau der neuen Dauerausstellung handelt es sich um investive Maßnahmen mit kulturellem Bezug.
Verwendung der Förderung
Für dieses Vorhaben soll die vorhandene Ausstellung im Museumshaus Magazin mit vorhandenen und ergänzenden analogen und digitalen Ausstellungsmitteln in Wert gesetzt werden.
Zur Verbesserung der Barrierefreiheit für körperlich eingeschränkte Besuchern wird ein vorhandener Fahrstuhl über die drei Etagen der Ausstellungsfläche modernisiert. Die kognitiven Barrieren in der vorhandenen Dauerausstellung durch bergbauspezifische Informationen werden ersetzt durch verständlichere Ausstellungstexte und einen gezielten Medienwechsel.
Nach Abschluss des Projektes ist die Ausstellung im Museumshaus Magazin die zentrale museale Attraktion im Übertagebereich des Weltkulturerbes Rammelsberg. Mit dieser Ausstellung werden die bisher wenig genutzten Möglichkeiten der Verbindung von untertägigem Besucherbergwerk und übertägigen Bergwerksmuseum hergestellt.
In einem Werkstattbereich in der oberen Etage des Museumshauses können Inhalte und Vermittlungsformen in temporären Ausstellungseinheiten evaluiert werden, um neue Wege im Ausstellungsbereich zu testen. Damit soll eine nachhaltige, langfristige Verwendung modular verwendeter Ausstellungseinheiten garantiert werden.