Goslar. Am Montag berichtete regionalHeute.de über die gesperrte Kirchenbrücke in Oker. Die Stadt Goslar hatte darüber informiert, dass es durch die Sperrung nachweislich zu verlängerten Einsatzzeiten der Ortsfeuerwehr Oker komme. Mögliche Maßnahmen zur Verbesserung der Zeiten wurden vorgestellt. Von einer möglichen Sanierung der Brücke war dagegen nicht die Rede. Doch das war nicht immer so.
Vor etwa zehn Jahren hatte regionalHeute.de über die politische Diskussion zu diesem Thema berichtet. Damals war gerade das Fahrverbot für Fahrzeuge über 2,8 Tonnen erlassen worden. Es war seinerzeit die SPD - unter anderem mit der heutigen Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner - die eine unverzügliche Erneuerung der Brücke gefordert hatte. Dies wurde damals vor allem aus finanziellen Gründen von der Politik mehrheitlich abgelehnt. Der damalige CDU-Ratsherr Uwe Schwenke de Wall hatte seinerzeit Probleme beim Ausrücken der Feuerwehr für unwahrscheinlich erachtet (regionalHeute.de berichtete).
Es gibt keinen Plan
Da es nun offenbar doch Probleme für die Feuerwehr gibt und zudem die SPD die Oberbürgermeisterin stellt, kommt natürlich die Frage nach einer Sanierung oder einem Neubau der Brücke erneut auf. Doch die Stadt Goslar winkt auf Nachfrage von regionalHeute.de ab. Einen Plan oder gar Zeitplan für die Sanierung der Kirchenbrücke gebe es derzeit nicht, teilt Stadtsprecherin Daniela Siegl mit.
Zu den Hintergründen erklärt die Sprecherin: "Bereits in den 1980er Jahren gab es Planungen, die einen Ersatz durch eine Fußgängerbrücke vorgesehen haben. 2015 wurde jedoch vom damaligen Rat beschlossen, dass die Kirchenbrücke `bei eventuell notwendiger Sperrung für den Kfz-Verkehr zunächst nicht durch einen Neubau ersetzt, sondern in ihrer Nutzung auf Fußgänger und Radfahrer beschränkt´ wird. Eine Sanierung wurde seinerzeit abgelehnt. Grund für diesen Beschluss war unter anderem die Nähe zur Brücke Harzburger Straße."

