Goslar. Jede Minute zählt, wenn ein Mensch einen Herz-Kreislauf-Stillstand erleidet. Umso wichtiger ist es, dass möglichst viele Menschen wissen: Jeder kann helfen und durch schnelles Handeln Leben retten. Um die schnelle Hilfe im Notfall zu verbessern, wurde kürzlich in Kooperation der Stadt Goslar und der Asklepios Harzklinik Goslar ein Defibrillatoren-Kataster auf den Weg gebracht. Um dieses Kataster der breiten Öffentlichkeit vorzustellen, finden demnächst zwei eineinhalbstündige Informationsveranstaltungen – jeweils bestehend aus zwei Einheiten – im MachMit!Haus statt. Das kündigt die Stadtverwaltung in einer Pressemitteilung an.
Ziel der Veranstaltungen sei, interessierten Bürgerinnen und Bürger im ersten Teil vor Ort zu vermitteln, wie das neue Defibrillator-Kataster funktioniert, wo sich öffentlich zugängliche Defibrillatoren befinden und wie diese im Ernstfall schnell gefunden werden können. Hierzu wird auch die Goslar-App vorgestellt, denn mit ihr lassen sich die Standorte der Defibrillatoren inklusive ihrer Verfügbarkeit und Öffnungszeiten anzeigen. Zusätzlich unterstützt eine integrierte Routenplanung in der App dabei, den nächstgelegenen Defibrillator schnell zu erreichen.
Praxisnaher zweiter Teil
Im zweiten Teil der Veranstaltung sollen wichtige Grundlagen der Ersten Hilfe dargestellt und praxisnah gezeigt werden, wie in Notfällen richtig gehandelt wird. Die Teilnehmer lernen, Notfallsituationen zu erkennen, betroffene Personen richtig anzusprechen und die Lage einzuschätzen. Darüber hinaus werden die Grundlagen der Wiederbelebung vermittelt sowie die Funktionsweise und der sichere Einsatz von Defibrillatoren erläutert. Hemmschwellen sollen so abgebaut werden, um möglichst viele Menschen dazu zu befähigen, im Ernstfall schnell und sicher Hilfe zu leisten. Vorkenntnisse sind demnach nicht erforderlich. Beide Veranstaltungen werden vom Deutschen Roten Kreuz durchgeführt.
Informationen für Teilnehmer
Die Veranstaltung findet am 26. Juni statt – der erste Durchgang von 15 Uhr bis 16.30 Uhr, der zweite von 17.30 Uhr bis 19 Uhr. Anmeldungen sind über die Website des MachMit!Hauses auf möglich. Fragen zum Projekt können an machmit@goslar.de gerichtet werden. Als kleines Dankeschön erhalten Freiwillige, die sich an der Defibrillatoren-Übung oder der Beatmungssimulation beteiligen, ein Heiß- oder Kaltgetränk. „Nur gemeinsam können wir dazu beitragen, Goslar noch sicherer zu machen und so im Ernstfall Leben retten“, sagt Christian Warzecha vom MachMit!Haus der Stadt Goslar.

