Goslar. Das sanierungsbedürftige Schulzentrum Goldene Aue soll innerhalb der nächsten sechs Jahre abgerissen und durch einen Neubau ersetzt werden. Die Planungs- und Bauleistungen sollen in Form eines Totalunternehmermodells vergeben werden. Dem stimmte der Kreistag in seiner Sitzung am gestrigen Montag einstimmig zu.
Dass es ein Neubau werden soll, wurde ebenso wie das Totalunternehmermodell durch eine Wirtschaftlichkeitsstudie als die günstigste Variante ermittelt (regionalHeute.de berichtete). Bei diesem Modell werden die Leistungen Planung, Bau, Sanierung und Zwischenfinanzierung auf einen privaten Auftragnehmer übertragen. Die Endfinanzierung, Instandhaltung, Betrieb und Verwertung verbleiben dagegen im Aufgabenbereich der Kommune.
Im ersten Quartal 2018 soll das Vergabeverfahren angestoßen werden. In 2019 käme es dann zu einem Teilnahmewettbewerb, einer Ausschreibung, einem Verhandlungsverfahren und letztendlich zu einem Vergabebeschluss. Im zweiten Quartal 2020 soll mit dem Bau begonnen werden, so dass im Oktober 2022 eine Gebäudeübergabe des Neubaus erfolgen könnte. Daraufhin wäre der Abriss der Altgebäude und die Erstellung der Außenanlagen abzuschließen. Mitte 2023 sollen sämtliche Maßnahmen abgeschlossen sein.
Aufträge für das regionale Handwerk?
Bernd Rotzek (CDU) hielt dem entgegen, dass die Stadt Bad Pyrmont gute Erfahrungen mit diesem Modell gemacht habe. Der Unternehmer habe sich für kurze Wege entschieden und überwiegend das lokale Handwerk beauftragt. Zudem sei auch klar, dass die Verwaltung selbst, dieses Projekt allein nicht stemmen könne.
Arbeitsgemeinschaften bilden?
Rüdiger Wohltmann (Die Linke) bezeichnete die Diskussion als überflüssig. Auch wenn die Verwaltung das Projekt übernommen hätte, wären Ausschreibungen nötig gewesen. So sehe es das Gesetz vor. Man könne nur abwarten, wer letztlich das Rennen macht.
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