Goslarer Maler beklagen zu viel Bürokratie


Uwe Schwenke de Wall junior vom Verein pro Goslar und Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk lauschen den Ausführungen der Firmenvertreter.

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Uwe Schwenke de Wall junior vom Verein pro Goslar und Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk lauschen den Ausführungen der Firmenvertreter. Foto: Stadt Goslar | Foto: Stadt Goslar

Goslar. Laut einer Pressemitteilung der Stadt Goslar beklagten zwölf Unternehmer aus der Maler- und Lackierer-Branche, dass Prozesse und Projekte immer wieder durch bürokratische Prozesse verzögert würden. Anlass dafür war das 22. Werkstattgespräch zwischen den Unternehmern und Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk.


"Wir müssen schnellere Prozesse schaffen“, bekannte Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk und bot allen Anwesenden ein offenes Ohr an: Im konkreten Fall versuche er oder die Wirtschaftsförderung gemeinsam mit den betroffenen Fachdiensten der Verwaltung eine Lösung zu finden. „Wir sind Partner in der Stadt und wir haben uns immer geeinigt und einen Kompromiss gefunden.“ Firmenvertreter von Malermeister-, Malerfach und Malereibetrieben waren der Einladung gefolgt und kamen zur Gesprächsrunde im kleinen Kreis mit Goslars Oberbürgermeister, Vertretern der städtischen Wirtschaftsförderung und des Vereins pro Goslar e. V. in die Räume des Gastgebers, den Malerbetrieben Kreutzer. Schnell kristallisierten sich drei Reizthemen heraus: Auflagen des Denkmalschutzes, Schwarzarbeit und Probleme bei der Ausschreibung von städtischen Aufträgen. Einige Maler hätten die Vorgaben der Unteren Denkmalschutzbehörde als überzogen empfunden: „Was sollen wir den Kunden sagen?“, beklagten die Unternehmer. Dr. Junk zeigte Verständnis, verwies aber auch auf die Angebote, die die Stadt bereits geschaffen hat: „Wir haben so viel städtebauliche Förderung aus öffentlichen Töpfen vom Land, wir haben im alten Kino Vorträge gehalten, haben extra ein Büro geöffnet zu diesem Thema.“ Bürgerinnen und Bürger müssten sich früh kümmern und Beratungsangebote wahrnehmen, damit Ungereimtheiten ausblieben. Auch das Thema Schwarzarbeit gab Anlass zur Kritik. Der Oberbürgermeister erläuterte die Schwierigkeit bei Kontrollen: Einen Teil übernehme der Zoll, andere würden wiederum von den Kommunen durchgeführt. Seitens der Unternehmer wurde allerdings die Sorge vor Racheakten geäußert, sollten sie den Verdacht von Schwarzarbeit melden. Daneben ärgerten sich einige Firmenvertreter darüber, dass nach Ausschreibungen viele städtische Aufträge an Betriebe außerhalb Goslars gehen. Die Stadt versuche durchaus, Aufträge an Goslarer Unternehmen zu vergeben, so Junk, aber „wir sind hier natürlich an Gesetze gebunden“. Zum Schluss warb er noch einmal für eine offene Kommunikation. „Helfen Sie mir, dass ich ein Stück Frust abbauen kann.“ Bei konkreten Problematiken lasse sich gemeinsam überlegen, was in Zukunft besser gemacht werden könne.


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