Harzburger Delegation zu Bücherschenkung in Süd-Korea


Bürgermeister Ralf Abrahms und Botschafter Lee Kyung-soo. Foto: Stadt Bad Harzburg
Bürgermeister Ralf Abrahms und Botschafter Lee Kyung-soo. Foto: Stadt Bad Harzburg

Berlin. Am 21. September fand die feierliche Übergabe der Bücherschenkung an die Grenzstadt Cheorwon in der Botschaft der Republik Korea in Berlin statt. Beteiligt waren der Botschafter der Republik Korea Kyung-soo LEE und weitere Angehörige des Diplomatischen Corps sowie der Bürgermeister der Stadt Bad Harzburg, Ralf Abrahms, mit einer Delegation.


„Mit der Bücher-Schenkung soll dem koreanischen Bevölkerung und insbesondere den Menschen in Cheorwon gegenüber, Solidarität zum Ausdruck gebracht werden. Es gilt ihren Wunsch nach Wiedererlangung der nationalen Einheit zu unterstützen. Diese tiefe Verbundenheit wurzelt in einer gemeinsamen Erfahrung beider Städte.", so Bürgermeister Ralf Abrahms. Bad Harzburg sei bis zur Öffnung der innerdeutschen Grenze im November 1989 eine Grenzstadt im geteilten Deutschland gewesen. Ihre Einwohner wüssen also sehr gut, was es heiße, für Jahrzehnte im kalten Schatten einer tödlichen Grenze leben zu müssen. Der sogenannte „Eiserne Vorhang“ galt für Jahrzehnte als unüberwindbar. Bis das Undenkbare plötzlich geschah: die Grenze fiel, der Todesstreifen wurde passierbar. Die Freude über die Überwindung der deutschen Teilung ohne jegliche Gewaltanwendung könne man auch heute noch spüren.

Der Gedanke, den Menschen im geteilten Korea mit großer Solidarität zu begegnen, liege also sehr nah. Die für die Schenkung vorgesehenen 88 Bildbände, Bücher und CDs dokumentieren in eindrucksvollen Bildern die verschiedenen Stadien des deutschen Teilungs- und Wiedervereinigungsprozesses. Das Medienpaket ist als Anschauungsmaterial und Argumentationshilfe konzipiert und stellt die vielfältigen Wege und Aktivitäten dar, die letztendlich zur friedlichen Überwindung der deutschen Teilung führten. Für die Wahl Cheorwons als Adressat der Schenkung spielten folgende Überlegungen und Gemeinsamkeiten eine Rolle: Cheorwon hat in besonders tragischer Weise die Teilung Koreas erlebt und muss sie bis heute erleiden. Der Kreis Cheorwon ist bis heute geteilt. Auch unterbricht die „Demilitarisierte Zone“ bis heute die einst so wichtige Bahnverbindung zwischen Seoul und dem nordkoreanischen Wonsan.

In Cheorwon, wo die Teilung Koreas so augenfällig bittere Wirklichkeit ist, kann das Beispiel der deutschen Wiedervereinigung eine nachhaltige, ermutigende Wirkung entfalten. „Wir werden die reibungslose Übergabe der Bücherschenkung gut an die Stadt Cheorwon Korea sicherstellen und hoffen, dass sich die positiven Energien der deutschen Wiedervereinigung nicht nur auf Cheorwon, sondern auch auf ganz Korea übertragen.", so der Botschafter Lee Kyung-soo.


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