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Jens Kestner will den AfD-Landesvorsitz



Jens Kestner will den AfD-Landesvorsitz

Der Bundestagsabgeordnete aus der Region will Vorsitzender der AfD-Niedersachsen werden. Die schlechten Wahlergebnisse der AfD in Niedersachsen hätten ihn zu diesem Schritt bewogen.

von Niklas Eppert


Jens Kestner will Landesvorsitzender der niedersächsischen AfD werden.
Jens Kestner will Landesvorsitzender der niedersächsischen AfD werden. Foto: AfD

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Northeim/Goslar. Der AfD-Bundestagsabgeordnete für Goslar Jens Kestner will Landesvorsitzender des Niedersächsischen Verbandes der Partei werden. Das gibt Kestner in einer Pressemitteilung bekannt. Demnach will er beim kommenden Parteitag gegen die bisherige Landeschefin Dana Guth antreten. Als Grund nennt der Bundestagsabgeordnete die schwachen Ergebnisse der AfD bei den Kommunalwahlen in Walsrode und Hannover.



Kestner wirft Guth die schwachen Wahlergebnisse der letzen Kommunalwahlen vor. Vor allem das "desaströse Abschneiden" der AfD bei der Oberbürgermeisterwahl in Hannover (4,6 Prozent) und bei den Kommunalwahlen in Walsrode am vergangenen Sonntag (3,8 Prozent) seien Alarmsignale für die Partei. "Daher benötigt die AfD Niedersachsen dringend einen Aufbruch, um die derzeitige Lethargie zu überwinden", so Kestner. Daher müsse die AfD in Niedersachsen "professioneller, das heißt erkennbar, unterscheidbar, hörbar und sichtbar werden.

Außerdem habe die bisherige Führung in der aktuellen Corona-Lage nicht richtig gehandelt. Kestner wirft Guth sogar vor, dass sie das Coronavirus nutze, um die Frage des Landesparteitages vor sich her zu schieben. Natürlich ginge die Gesundheit der Mitglieder vor, aber es brauche nun klare Ansagen, so Kestner. "In dem Zusammenhang halte ich es für erklärungsbedürftig, weshalb die Landesvorsitzende selbst einigen Mitgliedern des Landesvorstandes verschweigt, dass es anscheinend bereits einen unterschriebenen Mietvertrag für den geplanten Landesparteitag und zwar im zentral gelegenen Fallingbostel gibt." Die nun angeschobenen Klagen gegen eine Halle in Cuxhaven hält Kestner dagegen für fragwürdig.

Bereits im Vorfeld des Parteitages gab es Gerüchte, nach denen Kestner gegen Guth antreten wolle. So berichtet etwa die BILD, dass der Bundestagsabgeordnete sich mit mehreren anderen AfD-Politikern getroffen hätte, um Guth zu stürzen. Darunter auch der Thüringer Landesgruppenchef und "Flügel"-Vorsitzende Björn Höcke. Der Flügel gilt als rechtsextrem und wird seit dem heutigen Donnerstag ganz offiziell vom Bundesverfassungsschutz beobachtet.


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