Nach 110 Tagen im Amt: Goslars Oberbürgermeisterin Urte Schwerdtner zieht Bilanz

Für die kommenden Sommermonate hofft sie darauf, dass Quarantäneregeln und Querdenker kein Thema sein werden.

Urte Schwerdtner (SPD), Oberbürgermeisterin.
Urte Schwerdtner (SPD), Oberbürgermeisterin. Foto: Thomas Stödter

Goslar. Urte Schwerdtner zieht nach 110 Tagen als Oberbürgermeisterin eine Bilanz. 110 Tage, in denen es direkt hoch herging, wie es in einer Pressemitteilung der Stadt heißt. Vorherrschendes Thema sei seit Februar der Krieg in der Ukraine, aber auch die Corona-Pandemie sei nach wie vor präsent. Daneben gebe es noch zahlreiche andere, wichtige Themen.


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Am Anfang habe sie einige Zeit benötigt, um sich in allen Bereichen vorzustellen und die Mitarbeiter persönlich kennenzulernen. Allerdings ließen andere Aufgaben und Themen nicht auf sich warten, wie etwa der Bahnhofsvorplatz und der Betriebshof. "Den einen bauen wir bereits um, für den anderen brauchen wir dringend eine Lösung. Da arbeiten wir dran", so Schwerdtner.

Corona seit Anfang an präsent


Von ihrem ersten Tag an begleitete die Corona-Pandemie und Einschränkungen den Arbeitstag: "So gut unsere digitalen Möglichkeiten heutzutage sind und wir sie in vielen Bereichen nicht wegdenken können: Ich finde ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht sehr viel persönlicher", so die Oberbürgermeisterin. Im Einzelfall helfe das persönliche Gespräch besser als ein umfangreicher Schriftwechsel.

Über die Ansiedlung des Studiengangs Digital Technologies im GoTEC freue sich Schwerdtner sehr: "Dass Goslar nun primärer Studienstandort für diesen Studiengang wird, ist mit vielen Chancen für unsere Stadt verbunden." Den Prozess der Digitalisierung begleite die Stadt seit einigen Jahren, sodass man bereits einige Dienstleistungen online anbiete. Andere Großprojekte konnten hingegen abgeschlossen werden, wie etwa der Kulturmarktplatz. "Da ist uns Corona ein bisschen dazwischengegrätscht und hat den Tag der offenen Tür verhindert, aber der KUMA hat den Betrieb aufgenommen und ist wirklich richtig schön geworden", so die Oberbürgermeisterin.

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Ferner sei Goslar gut darin, Fördermittel einzutreiben, wie beispielsweise für den Stadtpark Oker, das Kulturzentrum Jürgenohl oder den Vienenburger Ortskern. Schwerdtner lobt außerdem die Einrichtung einer Stelle für das Innenstadtmanagement im vergangenen Jahr. "Ina Stelle ist sehr viel in der Stadt unterwegs, stößt Themen an, koordiniert und vermittelt“, so Schwerdtner.

Pläne für die Zukunft: Max Mutzke in Goslar?


Der Marktplatz in Jürgenohl. Archivbild.
Der Marktplatz in Jürgenohl. Archivbild. Foto: Marvin König


Auf der Agenda der OB stehen der Umbau der Marktplätze Goslar und Jürgenohl, Neubaugebiete, die Organisation der Verwaltung und das Pfalzquartier. "Ich bin sehr froh, dass die Entwicklung mit der Unterstützung durch die Ratspolitik dort weitergehen kann. Das aus meiner Sicht zukunftsweisende Projekt ist ein Gewinn für unsere Stadt", so Schwerdtner. Vielleicht komme in einigen Jahren ja Max Mutzke für ein Konzert in die neue Veranstaltungshalle an der Kaiserpfalz, mutmaßt sie mit einem Augenzwinkern. Vor knapp zwei Wochen hatte sie dem Musiker ihren ersten Paul-Lincke-Ring überreicht.

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Für die kommenden Sommermonate hofft sie darauf, dass Quarantäneregeln und Querdenker kein Thema sein werden. "Im Herbst werden wir dann sehen, wie sich die Corona-Zahlen entwickeln." Bis dahin stehen Veranstaltungen an, die ohne Beschränkungen über die Bühne gehen sollen, wie etwas das Stadtjubiläum. Abschließend geht sie auf den Ukrainekrieg ein. Die Zuständigkeit für die ukrainischen Flüchtlinge liegt beim Landkreis. Doch sie habe mit ihrer Stadtverwaltung unterstützen wollen, wo möglich. "Ich sehne den Tag herbei, an dem der Krieg endet und die Menschen, die ihre Familien und ihre Heimat zurücklassen mussten, wieder unbeschadet nach Hause zurückkehren können", so die Oberbürgermeisterin abschließend.


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