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Präventionsbörse hilft Bürgern sich selbst zu schützen

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Polizeisprecher Reiner Siemers stellt das Beratungsangebot der Präventionsbörse vor. Videos: Alexander Panknin | Foto: Alexander Panknin

Goslar. Auf der gestrigen Präventionsbörse informierte die Polizei Goslar interessierte Bürger über Gefahren aus allen Lebensbereichen. An verschiedenen Ständen standen Spezialisten bereit und berieten die Besucher, wie sie sich selber besser vor Kriminalität schützen können.


Zwischen 11 und 15 Uhr öffnete die Polizeiinspektion Goslar am gestrigen Sonntag ihre Türen.Die Veranstaltung fand in diesem Rahmen das erste Mal statt, wie Pressesprecher Reiner Siemers erzählte. Dies wurde von vielen Besuchern dankend angenommen.

Präventionsarbeit ist ein ständiges Arbeitsfeld der Polizei, ein so gebündeltes Angebot präsentieren zu können, sei aber etwas Besonderes. Mit den Bereichen Verkehr, Betrug, Jugendarbeit und Einbruchsschutz decke man ein breites Feld an Gefahren des alltäglichen Lebens ab.

Enkeltrickbetrug


Der Enkeltrickbetrug seischon seit längerem ein weit verbreitetes Problem. Organisierte Banden, auch aus dem Ausland, telefonieren hier potentielle Opfer im großen Stile ab. In der Masse würden sich leider oft genug hilflose, ältere Menschen finden, die auf die Masche der Betrüger reinfallen.Michael Ahrens, Spezialist der Polizei Goslar für Betrugsfälle und Cybercrime, erklärte den Enkeltrickbetrug, der fast immer nach einem speziellen Muster abläuft:


Weisser Ring


Renate Wolf stellte den Weissen Ring vor, der sich hauptsächlich mit Opferschutz beschäftigt. Er ist Anlaufstelle für Menschen, die Gewalt erfahren mussten. Die kriminelle Gewalt wirke sich sehr vielfältig auf die Menschen aus, oft würden sie nach Überfall, Raub, Einbruch oder Missbrauch eine Anzeige erstatten. Doch was passiert danach, wenn sie in den Alltag zurückkehren? Oft seien sie mit ihren Problemen alleine. Beim Weissen Ringkönnen diese Menschen Hilfe und Beratung bekommen. Dabei deckt die gemeinnützige Organisation ein großes Spektrum an Zuwendung ab, unterstützt beratend oder beim Stellen von Anträgen auf Opferhilfe. Vielen sei zum Beispiel das Opferentschädigungsgesetz nicht bekannt, nach dem Menschen einen staatlichen Anspruch auf Hilfe hätten.

Wichtig sei es die Menschen zu sensibilisieren Hilfe zu rufen, auch wenn sie nicht selbst betroffen sind. Daher sei besonders die Präventionsarbeit ein wichtiges Betätigungsfeld des Weissen Ringes. An Schulen klärt man Jugendliche auf, die Polizei zu rufen, wenn sie Gewalt erkennen. Mehr Informationen zum Weissen Rind finden sie hier.


Jugendbereich


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klicksafe.de Cyber-Mobbing Erste-Hilfe-App Foto: Alexander Panknin



Während die Jugenddelinquenz die letzten Jahre eher rückläufig sei, stiegen Verstöße gerade im Bereich Rauschmittel seit 2011 leider an.Deshalb sieht die Polizei Goslar hier einen großen Bedarf an Aufklärungsarbeit. Das Präventionsteam kümmert sich speziell um Kinder und Jugendliche, geht an Schulen und versucht für das Thema zu sensibilisieren und dieser Entwicklung entgegen zu wirken. Mit dem Projekt "Die Rauchmelder" habe man ein sehr erfolgreiches Konzept auf den Weg gebracht, das von den Jugendlichen gut angenommen werde. Auf Augenhöhe berichten die gleichaltrigen "Rauchmelder" Chris und Nik aus Hannover in einer Video-Reihe über die Gefahren von Cannabiskonsum.

Auch Cybermobbingsei ein immer häufigeres Problem an Schulen, berichtete Stephani Gobernack (Präventionsteam der Polizei).
Statt sich direkt mit anderen Mitschülern auseinanderzusetzen, würden Konflikte häufig online ausgetragen. Hier sei deshalb ebenfalls eine gute Aufklärung notwendig, um solch ein Verhalten frühzeitig zu unterbinden, aber auch um Opfern zu zeigen, wie sie damit umgehen können. Ein besonderes Projekt auf diesem Gebiet sei auch die Plattform juuuport, hier erhalten Kinder und Jugendliche Hilfe. Weiterhin stellte die Polizei die Erste-Hilfe-App bei Cyber-Mobbing vor. Ähnlich wie bei den Rauchmeldern, helfen gleichaltrige und stehen Opfern beratend zur Seite.

Bilder von der Präventionsbörse


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