Tag der Deutschen Zukunft: Viel Wind um nichts

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Der rechte Aufmarsch zieht mit Fahnen durch Goslar. Fotos: Alexander Panknin
Der rechte Aufmarsch zieht mit Fahnen durch Goslar. Fotos: Alexander Panknin

Goslar. Am heutigen Samstag fand die rechte Demo "Tag der deutschen Zukunft" in der Innenstadt von Goslar statt. Vertreten waren hier Mitglieder verschiedener rechtsextremer Vereinigungen. Da das Goslarer Bündnis gegen Rechtsextremismus bereits im Vorfeld eine große Gegendemo angekündigt hatte, war auch ein Großaufgebot an Polizei vertreten.


Während sich die Organisatoren der Gegendemo über große Beteiligung freuen konnten (über 3.000 Personen), fiel die Zahl der Rechten etwas geringer als geplant aus (rund 170). Das Bündnis gegen Rechtsextremismus hielt eine Kundgebung in der Innenstadt ab und war besonders zwischen Hotel Achtermann und Bahnhof vertreten (regionalHeute.de berichtete). Die Rechten hatten eine Route durch den Stadtteil Georgenberg geplant - Zwischenstopp war das Bismarck-Denkmal.

Beide Demos verliefen nach ersten Erkenntnissen der Polizei ohne größere Vorkommnisse. Dies ist sicherlich auch auf das von langer Hand vorbereitete Sicherheitskonzept zurückzuführen, welches eigens für diesen Tag erarbeitet wurde. Eine strickte örtliche Trennung hielt die beiden Parteien auseinander - die Bahngleise lagen zwischen den Veranstaltungen. Die wenigen Querungen wurden von der Polizei streng kontrolliert.

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Der Aufmarsch


Ursprünglich war die Kundgebung der Rechten bereits für 12 Uhr angesetzt. Durch das verspäteteEintreffen am Bahnhof und das nur langsame Nachrücken der Teilnehmer verzögerte sich die Veranstaltung allerdings über eine Stunde nach hinten. Es sprachen namhafte Persönlichkeiten aus der Szene, es ging um Überfremdung in Deutschland. Mit scharfen Parolen heizten die Sprecher der Gesellschaft ein. Diese quittierte es mit lautem Getöse.

Nach diesem Auftakt zog der Menschenzug dann durch einen größtenteils leergefegten Stadtteil. Nur wenige Bewohner zeigten sich an Türen oder auf ihren Balkonen. Die Rechten ernteten Kopfschütteln. Dem Aufruf des Bündnisses folgend, hatten einige Bewohner bunte Fahnen aufgehängt, an denen die Demo missbilligend vorüberzog.

 Maju Ratnam und Fayik Boyraz, welcher in der Landesaufnahmebehörde arbeitet, ließen sich durch die Rechten nicht einschüchtern. Sie hörten aus nächster Nähe, was die Veranstalter zu sagen hatten.
Maju Ratnam und Fayik Boyraz, welcher in der Landesaufnahmebehörde arbeitet, ließen sich durch die Rechten nicht einschüchtern. Sie hörten aus nächster Nähe, was die Veranstalter zu sagen hatten. Foto:



 Mutter und Tochter stehen vor ihrem Haus. Dem entgegenkommenden Aufmarsch halten sie eine bunte
Mutter und Tochter stehen vor ihrem Haus. Dem entgegenkommenden Aufmarsch halten sie eine bunte "Peace"-Flagge entgegen. Foto:



Am Bismarck-Denkmal versammelten sich die Rechten ein letzten Mal. Es folgten erneut über Lautsprecher verstärkte Reden, danach wurde die Veranstaltung offiziell für beendet erklärt. Die Versammlung wurde anschließend von der Polizei über einen Umweg zurück zum Bahnhof geleitet. Einige wenige nahmen den direkten Weg, dieser führte an der Gegendemo vorbei, die allein Schmährufe für die Rechten übrig hatte.

 Eine kleine Delegation wollten sich nicht von der Polizei zum Bahnhof bringen lassen. Die Gegendemonstranten im Hintergrund zeigten ihnen, dass sie unerwünscht sind. Zweiter von rechts: der bekannte Neonazi Thorsten Heise.
Eine kleine Delegation wollten sich nicht von der Polizei zum Bahnhof bringen lassen. Die Gegendemonstranten im Hintergrund zeigten ihnen, dass sie unerwünscht sind. Zweiter von rechts: der bekannte Neonazi Thorsten Heise. Foto:


Presse nicht gern gesehen


Journalisten, Fotografen und Kamerateams schienenbei den Rechten nicht sehr beliebt zu sein. Diese mussten mehrere verbale Anfeindungen über sich ergehen lassen, von Teilnehmern der Demo wurden auch etliche Fotos von Journalisten erstellt.


"Schönen Dank für's Foto" Foto:



 Diese rechten Teilnehmer drehten den Spieß um, sie Fotografierten die Presse.
Diese rechten Teilnehmer drehten den Spieß um, sie Fotografierten die Presse. Foto:


Fazit der Polizei


regionalHeute.de sprach mit Polizeisprecher Reiner Siemers direkt nach der Veranstaltung. Er gab ein erstes Fazit:


Marschdurch Georgenberg


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