Viele Besucher bei Gründungsfeier des Migranten-Eltern-Netzwerkes

Neben viel Unterhaltung für Groß und Klein, gab es auch Informationen von den Mitgliedern des Netzwerkes.

Weit mehr als 250 Besucher waren gekommen.
Weit mehr als 250 Besucher waren gekommen. | Foto: Landkreis Goslar

Langelsheim. Einen Auftakt nach Maß hat jüngst das Migranten-Eltern-Netzwerk im Landkreis Goslar hingelegt. Weit mehr als 250 Besucherinnen und Besucher, darunter vornehmlich Familien mit Kindern, wohnten der Veranstaltung in der Oberschule Langelsheim bei, mit der die bereits im März vollzogene Netzwerkgründung nun feierlich begangen wurde. Darüber berichtet der Landkreis Goslar in einer Pressemitteilung.



Landrat Dr. Alexander Saipa, Michael Conzen, Leiter des Fachbereichs Bildung und Kultur, Klaus Scheller, Schulleiter der Oberschule Langelsheim sowie Annamaria Kaiser und Dajana Zeidler von der Koordinierungsstelle für Bildungsangebote für Neuzugewanderte, ziehen ein durchweg positives Fazit des Nachmittags.

"Informationsbedarf ist sehr groß"


Landrat Dr. Saipa: „Es ist schön zu sehen, dass sich so viele Menschen auf den Weg in die Langelsheimer Oberschule gemacht haben. Mir zeigt das, dass der Bedarf am Aufbau von zielgruppenspezifischen Netzwerken weiterhin an Bedeutung gewinnt und der Informationsbedarf, vor allem in der Gruppe der Migrantinnen und Migranten, aber selbstverständlich auch darüber hinaus, sehr groß ist.“

Die Hüpfburg kam gut bei den Kindern an.
Die Hüpfburg kam gut bei den Kindern an. Foto: Landkreis Goslar


Neben Infoständen, insgesamt waren es zehn an der Zahl, an denen sich unterschiedliche Institutionen wie die Stadt Goslar, der Landkreis Goslar, das Bildungs- und Interkulturelle Zentrum oder der bislang eher unbekannte Verein „Femina e.V“ aus Clausthal-Zellerfeld präsentieren, wurde den Besuchenden ein vielfältiges Unterhaltungsprogramm geboten. Dank gebührt an dieser Stelle auch der Firma „Harzer Kartonagen“, die sich als Sponsor der Veranstaltung engagierten.

Hüpfburg und Boxen


Besonders hoch im Kurs stand die Angebote für Kinder. Bei wunderschönem Sonnenschein entfaltete die Hüpfburg große Anziehungskraft. Aber auch die unterschiedlichen Sportschnupperangebote wie beispielsweise das Boxen mit Lobego Sports Entertainment wussten zu überzeugen.

Boxen mit Lobego Sports Entertainment.
Boxen mit Lobego Sports Entertainment. Foto: Landkreis Goslar


Abgerundet wurde der gesellige Nachmittag mit einem musikalischen Rahmenprogramm. So motivierte der ukrainische Chor „Stimmen der Ukraine“, zu dem neben Ukrainerinnen und Ukrainern auch Menschen aus Litauen und Menschen, die schon lange in Deutschland wohnen, gehören, die ukrainisch-sprachigen Besucher bei manchem Lied miteinzustimmen.

Interessensvertretung von zugewanderten Eltern


Um die Bildungschancen von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund zu verbessern, hat der Landkreis Goslar ein Migranten-Eltern-Netzwerk ins Leben gerufen. Dieses soll als Interessensvertretung von zugewanderten Eltern dienen, die Schwerpunkte liegen dabei auf Information, Vernetzung und Beteiligung. Kernstück des Netzwerkes ist eine Steuerungsgruppe, die sich zu Bildungsthemen austauscht, bearbeitet und auf dieser Grundlage Aktionen plant. Anfang des Jahres kam die Gruppe zu einer konstituierenden Sitzung zusammen. Hierbei beteiligen sich aktuell Eltern aus der Ukraine, aus dem Irak, aus Syrien, Vietnam und Ghana.

Der Chor
Der Chor "Stimmen der Ukraine". Foto: Landkreis Goslar


Die Goslarer Gruppierung ist das zehnte Regionalnetzwerk des MigrantenEltern-Netzwerks Niedersachsen, die Koordination übernimmt Annemaria Kaiser, Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte beim Landkreis Goslar. Das Netzwerk steht unter der Trägerschaft des Landesverbandes Arbeitsgemeinschaft von Migrantinnen, Migranten und Flüchtlingen in Niedersachsen (amfn e.V.). Die hierfür verantwortliche Projektkoordinatorin Siphilisiwe Ndlovu begleitete auch die konstituierende Sitzung der Goslarer Steuerungsgruppe: Sie berichtete während des Treffens über bereits erfolgte Aktionen und den Mehrwert, den die Netzwerke in anderen Kommunen bieten.

Für die Bildung der Kinder einsetzen


Im Mittelpunkt der Arbeit stehen Eltern, die über das Netzwerk gestärkt werden sollen, um sich bewusst und sicher für die Bildung ihrer Kinder einzusetzen. So sollen sie für ihre eigenen Kinder und andere Eltern zum Vorbild werden. In ihrer ersten Sitzung legte die Steuerungsgruppe darüber hinaus Themen fest, die in Zukunft näher beleuchtet werden sollen. Dazu gehören herkunftssprachlicher Unterricht, Mobbing beziehungsweise Ausgrenzung, Religionsunterricht, der Übergang in die weiterführende Schule und Ferienangebote.


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