Große Bahnsanierung startet: Das erwartet die Region

Heute beginnt die große Generalsanierung zwischen Lehrte und Berlin – auch die Region ist davon massiv betroffen.

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Von Wolfsburg werden lange keine Fernverkehrszüge mehr abfahren.
Von Wolfsburg werden lange keine Fernverkehrszüge mehr abfahren. | Foto: Sabine Pölzl

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Region. Lange wurde sie angekündigt, nun ist es soweit: Am heutigen Freitag startet die Generalsanierung der Deutschen Bahn auf der Strecke zwischen Lehrte und Berlin. Für Pendler und Reisende bedeutet das verlängerte Fahrzeiten, andere Taktungen und teilweise Schienenersatzverkehr.



Viele Bahnstrecken in Deutschland sind in die Jahre gekommen. Die Deutsche Bahn (DB) erneuert daher das Streckennetz. Mit der Generalsanierung sollen die verkehrsreichsten und bedeutendsten Hochleistungsverbindungen der Bundesrepublik umfassend erneuert werden – Ziel sind laut DB mehr Qualität und Pünktlichkeit. Seit August 2025 bis zum vergangenen Frühsommer wurde auf der stark frequentierten Strecke Hamburg – Berlin gebaut, Reisende kamen nur mittels umgeleiteter Züge und Ersatzverkehr an ihr Ziel. Nun steht auch der Region ein solches Mammutprojekt bevor.

Sanierung dauert voraussichtlich rund ein Jahr


Die Generalsanierung wird in drei Bauphasen durchgeführt. Die erste Bauphase läuft vom 2. Oktober bis voraussichtlich 12. Dezember, die zweite von Mitte Dezember 2026 bis Anfang Februar 2027 und die dritte voraussichtlich vom 5. Februar bis zum Herbst 2027. Dabei erneuert die DB InfraGO insgesamt mehr als 214 Weichen, rund 357 Kilometer Gleise, 100 Kilometer Oberleitungen sowie 13 Kilometer Lärmschutzwände, wie das Unternehmen berichtet. Entlang der Strecke werden zudem 27 Bahnhöfe modernisiert und teilweise barrierefrei ausgebaut. Sechs Stellwerke werden zudem grundlegend erneuert.

Über ein Jahr lang kein Fernverkehr in Wolfsburg


Besonders Wolfsburg wird die Auswirkungen der Großsanierung spüren: Voraussichtlich bis Dezember 2027 wird die Stadt vom Fernverkehr abgeschnitten sein. Die Züge werden über Braunschweig und Magdeburg umgeleitet, um 60 bis 80 Minuten verlängerte Fahrtzeiten sind die Folge. Braunschweig wird voraussichtlich der einzige Ort der Region sein, an dem Fernverkehrszüge fahren.

Regionalverkehr ist ebenfalls betroffen


Auch der Regionalverkehr läuft anders als gewohnt. Wie der Regionalverband Großraum Braunschweig berichtet, fahren die Regionalzüge in der Region in der ersten Bauphase im Stundentakt. Lediglich rund um Wolfsburg werden Schienenersatzverkehre mit Bussen eingesetzt. In der zweiten Bauphase wird dann voraussichtlich wieder mehr Zugverkehr möglich sein. In der dritten Bauphase werden dann die Auswirkungen der Bauarbeiten vor allem auf der enno-Linie RE30 deutlich spürbar sein: Der Bahnverkehr wird in diesem Zeitraum zwischen Lehrte und Wolfsburg komplett durch Busse ersetzt.

Reisende sollten sich während der gesamten Generalsanierung vor Fahrtantritt in den elektronischen Fahrtauskünften (VRB-App, Fahrplaner, DB Navigator) oder auf den Internetseiten der Bahnunternehmen über ihre Verbindungen informieren.