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Harter Brocken: Harz wurde erneut zur Kulisse für Krimi



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Harter Brocken: Harz wurde erneut zur Kulisse für Krimi

Zum siebten Mal wurde St. Andreasberg zum Drehort für die ARD-Krimiserie "Harter Brocken".

von Anke Donner und Axel Otto


Gute Laune bei den Dreharbeiten im Harz: Moritz Führmann, Aljoscha Stadelmann und Hans-Günter Schärf vor der Polizeiwache.
Gute Laune bei den Dreharbeiten im Harz: Moritz Führmann, Aljoscha Stadelmann und Hans-Günter Schärf vor der Polizeiwache. Foto: Axel Otto

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St. Andreasberg. Bereits die siebte Folge der ARD-Krimiserie "Harter Brocken" wurde diese Woche abgedreht. Wieder war St. Andreasberg Kulisse für den Dreh und wieder stand ein Einheimischer neben Schauspielgrößen wie Aljoscha Stadelmann vor der Kamera: St. Andreasbergs ehemaliger Bürgermeister Hans-Günter Schärf. Wie er die Dreharbeiten erlebt und wie er überhaupt vor die Kamera gekommen ist, erzählt Schärf im Gespräch mit regionalHeute.de.



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Die Film-Crew fühlt sich sichtlich wohl im Harz und auch schon ein bisschen zuhause. Schließlich sind viele der Darsteller bereits zum siebten Mal in St. Andreasberg. In der siebten Folge der Krimiserie "Harter Brocken" begibt sich Aljoscha Stadelmann als Kommissar Frank Koops wieder einmal auf Verbrecherjagd in seinem Film-Heimatort. An seiner Seite stehen Anna Fischer als seine Kollegin Mette, Moritz Führmann als Postbote Heiner und der Ex-Bürgermeister von St. Andreasberg Hans-Günter Schärf.



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An seine Rolle ist er mehr oder weniger zufällig gekommen. Erst fungierte Schärf als Unterstützer und Bindeglied, half vor allem bei der Suche nach geeigneten Locations aus, stellte Kontakte her und stand als Fahrer zur Verfügung. "Und dann war da noch diese kleine Rolle als Wirt dabei und die wurde mir dann angeboten. Und so bin ich dazu gekommen", erzählt Hans-Günter Schärf im Gespräch mit regionalHeute.de-Redakteur Axel Otto.

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Seit der ersten Folge im Jahr 2014 ist er dabei und mimt den Gastwirt Toni. Schärf bildet mit seiner kleinen Rolle eine der vier Konstanten der Serie. "Das sind die beiden Polizisten Koops und Mette, Postbote Heiner und ich. Alle anderen Schauspieler wechseln", sagt Schärf, der dem Ende der Dreharbeiten mit Wehmut entgegenblickt. "Das ist eine tolle Zeit und finanziell für den Ort ja auch super. Es sind immerhin 70 Leute mehr, die hier eine ganze Weile untergebracht sind. Die wohnen ja alle hier", freut sich Schärf für seinen Heimatort.

"Ich bin Edelstatist"


Hans-Günter Schärf spielt den Gastwirt Toni.
Hans-Günter Schärf spielt den Gastwirt Toni. Foto: Axel Otto


Text habe er nur wenig, daher sei ihm der Einstieg in die Fernseh-Branche auch recht leicht gefallen. "Eigentlich habe ich gar keine richtige Rolle. Ich bin sozusagen Edelstatist. Ich habe nie oder sehr wenig Text", sagt Schärf bescheiden. Ein einziges Mal hätte er in einer Folge eine etwas größere Text-Rolle haben können. "Da war ich dann aber leider im Urlaub", lacht er und bezeichnet seine Rolle eher als Nebenprodukt. Denn was Schärf hauptsächlich macht, ist die Produktionsfirma bei der Suche nach geeigneten Drehorten zu unterstützen. Auch diesmal hat Schärf schon vorab oder gemeinsam mit den Produzenten die Gegend erkundet und nach tollen Drehorten Ausschau gehalten. Und die bieten sich im Nationalpark zuhauf. Einsame Lichtungen, verlassene Hütten, große Felsen oder entlegene Straßen findet man im Harz viele. Das haben auch schon frühere Filmproduktionen gezeigt und den Harz zur beliebten Filmkulisse gemacht.

Moritz Führmann spielt den Postboten Heiner
Moritz Führmann spielt den Postboten Heiner Foto: Axel Otto


Teil der Dorfgemeinschaft


Das findet auch Produzent Lynn Schmitz, der sich inzwischen richtig heimisch in St. Andreasberg fühlt. Erst durch die Dreharbeiten zum Brocken habe er den Harz kennen- und lieben gelernt, sagt er. Die gesamte Crew werde herzlich aufgenommen und gehöre schon beinahe zur Dorfgemeinschaft dazu. "Wir sind gerne hier und wir werden auch immer freundlich aufgenommen. Inzwischen sind hier sogar Bekanntschaften und Freundschaften entstanden. Wir freuen uns jedes Jahr, wieder hier her zu kommen", sagt Schmitz, der zum fünften Mal im Harz dreht.

Produzent Lynn Schmitz und Dorfpolizist Frank Koops (Aljoscha Stadelmann)
Produzent Lynn Schmitz und Dorfpolizist Frank Koops (Aljoscha Stadelmann) Foto: Axel Otto


22 Drehtage wurden seit dem 22. September im Harz gedreht. Viel draußen, berichtet der Produzent. "In dieser Folge ist der Harz sehr stark involviert. Wir waren noch nie so viel draußen. Wir hatten 17 Drehtage, die wir im im Wald verbracht haben. Das ist schon besonders und auch eine Herausforderung." Die vielen Drehtage im Freien sind der Story der Folge geschuldet. Dorf-Polizist Frank Koorps und sein bester Freund, Postbote Heiner, bekommen einen Survival-Trip von Koops Kollegin Mette geschenkt. Doch der Ausflug nimmt eine Wendung, als die Teilnehmer bemerken, dass zwei Leute die Gruppe infiltriert haben. Mehr kann Lynn Schmitz noch nicht verraten. Nur soviel: Auch bei der dieser Folge kommt der Humor nicht zu kurz.

Die Polizeiwache in St.Andfreasberg gibt es in der Realität nicht.
Die Polizeiwache in St.Andfreasberg gibt es in der Realität nicht. Foto: Axel Otto


Ausstrahlungstermin und Fortsetzung stehen noch nicht fest


Wie die neue Folge heißen wird und wann sie in der ARD ausgestrahlt wird, steht noch nicht fest. Auch nicht, ob es einen achten Teil von "Harter Brocken" geben wird. "Wir hoffen es. Aber entscheidend sind immer die Quoten. Letztes Mal hat das ja gut geklappt, also hoffen wir, dass es nächstes Mal auch wieder so wird", sagt Schmitz.


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