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Haus Entenfang: Kinder und Jugendliche pflegen das Naturschutzgebiet



Braunschweig

Haus Entenfang: Kinder und Jugendliche pflegen das Naturschutzgebiet

Insgesamt waren über 40 Erwachsene, Jugendliche und Kinder im Einsatz.

Einige Helferinnen und Helfer der Waldpflegeaktion am vergangenen Wochenende.
Einige Helferinnen und Helfer der Waldpflegeaktion am vergangenen Wochenende. Foto: Jürgen Eickmann

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Braunschweig. Am Samstag, den 9. Oktober, trafen sich mehr als 40 Erwachsene, Jugendliche und Kinder, um wie schon in den vergangenen zehn Jahren in einer Herbstaktion verschiedene Pflegemaßnahmen im Naturschutzgebiet durchzuführen. Insgesamt fünf Gruppen waren den ganzen Vormittag mit Freischneidern, Sägen, Ast- und Rosenscheren und Greifern zum Müllsammeln unterwegs, wie das Naturerlebniszentrum Haus Entenfang in einer Pressemitteilung berichtet.



Die Aktion wurde vom Team des Naturlebnisszentrums Haus Entenfang der Stadt Braunschweig organisiert und von der Rangerin Anke Kätzel geleitet, die viele Mitglieder des CDU-Ortsverbandes Wabe Schunter und des Fördervereins Riddagshausen – Naturschutz und Bürgerschaft e. V. - sowie mehrere weitere Personen begrüßen konnte, die einer Ankündigung in Zeitung und Internet gefolgt waren. In den vergangenen Jahren habe sich hier ein harter Kern von mehr als zwei Dutzend Aktiven gebildet, für welche die Pflege im Naturschutzgebiet zu einer regelmäßigen Aufgabe gehöre, berichtete Anke Kätzel in ihren Grußworten.

Im Mittelpunkt der Pflegemaßnahmen stand der Bereich um den Libellenpfad in der Nähe von Schäfer’s Ruh. Der Steg, der um einen Graben und einen kleinen Tümpel führt, war im vergangenen Sommer ganz von Weiden, Erlen und Schilf umwachsen worden, sodass der Steg kaum noch zu betreten und der Blick in Richtung Schapenbruchteich verstellt war.


Ein Zuhause für Kleintiere


Mit Motorsäge und Freischneider schnitten zahlreiche helfende Hände Gehölze und Schilf ab und schichteten diese in der Nähe auf drei großen Haufen auf. Hier soll das Material verrotten, dabei Wärme entwickeln und Kleintieren ein neues und warmes Zuhause bieten. Die Sicht vom Libellenpfad ist nun wieder in alle Richtungen frei, jedoch ist der Steg selbst noch gesperrt, weil unbekannte Randalierer einige Pfosten und damit auch die Absturzsicherung zerstört haben. Außerdem haben sie auch die Bänke der benachbarten Sitzgruppe demoliert; allerdings sind diese inzwischen von der Stadt Braunschweig durch neue Bänke ersetzt worden. Der Steg wird ebenfalls in Kürze repariert.

Absperrungen erneuert


Weiterhin erneuerten zwei Gruppen Absperrungen (Balustraden) in der Nähe des Vogelbeobachtungsturms am Schapenbruchteich und an einem kleinen Teich am Nehrkornweg. Die Absperrungen waren nach vielen Jahren Standzeit verrottet, sind aber wichtig für die Besucherlenkung, indem sie verhindern, dass Besucher die Wege verlassen, abseits der erlaubten Wege durch das Naturschutzgebiet streifen und die Natur stören. Zum Bau der Balustraden wurde unbehandeltes Material aus dem Naturschutzgebiet verwendet.

Die vierte Gruppe war mit Ast- und Rosenscheren unterwegs und hat die Wege rund um das Haus Entenfang von tief herabhängenden Ästen und auf die Wege hineinreichenden Zweigen befreit.

Zuletzt waren auch die Müllsammler wieder unterwegs. Zwei große Müllsäcke voll Flaschen, Plastikabfälle, Papier und sonstigem Unrat kamen auf den Wegen rund um die großen Teiche im Naturschutzgebiet zusammen. Es sei erstaunlich und erschreckend, was Besucher des Naturschutzgebietes so alles wegwerfen. Anschließend wurde der Müll getrennt und recyclingfähige Stoffe wie Glas und Papier den Wertstoffsammelbehältern zugeführt.


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