Totes Ehepaar im Wald: Mann hatte Kontaktverbot

Der Mann soll seine Frau bereits vor der Flucht aus der Ukraine geschlagen haben.

von Alexander Dontscheff


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Symbolbild Foto: pixabay

Grafhorst. Am Dienstag wurden in einem Waldstück bei Grafhorst die Leichen eines 41-jährigen Ukrainers und seiner 35-jährigen Ehefrau aufgefunden. Laut ersten Ermittlungsergebnissen soll der Mann zuerst seine Frau und dann sich selbst ermordet haben. Nun gibt es weitere Ekenntnisse, die die Staatsanwaltschaft Braunschweig auf Anfrage mitteilt.



"Nach dem vorläufigen Obduktionsergebnis ist bei beiden Toten als Todesursache von einem Verbluten oder einer Luftembolie infolge erheblicher Schnittverletzungen im Halsbereich auszugehen", berichtet Erster Staatsanwalt Christian Wolters. Anhaltspunkte für eine Beteiligung Dritter hätten sich nicht ergeben.

Ermittlungsverfahren lief


Dafür gibt es weitere Erkenntnisse zum Familienhintergrund und zur Vorgeschichte der Tat. Die Familie sei im April 2022 aus der Ukraine nach Deutschland geflüchtet. "Im Oktober soll der Mann seine Frau geschlagen haben. Der Vorfall wurde auch von der Polizei aufgenommen, ein entsprechendes Ermittlungsverfahren läuft. Daraufhin gab es auch ein Kontaktverbot für den Ehemann", teilt Wolters mit.

Übergriffe in der Ukraine


Nach den bisherigen Ermittlungen habe es wohl auch schon in der Ukraine gewalttätige Übergriffe und Drohungen des Mannes gegenüber seiner Frau gegeben. Laut Medienberichten hatte das Paar zwei Kinder.


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