Helmstedt. Ein Theaterprojekt der Lukas-Werk Fachambulanz Helmstedt im Job-Aktiv-Center thematisiert Mediensucht und missbräuchlichen Konsum. Darüber informiert die Evangelische Stiftung Neuerkerode in einer Pressemitteilung.
Keine Zeit mehr im realen Leben – nicht für Freunde, Familie, Schule, das Fußballtraining oder andere Hobbies. Stattdessen das Gefühl, ständig online sein zu müssen. Darum geht es in einer Kurzgeschichte, die die Theatergruppe des Caritas-Job@ktivcafés sowie die Caritas-Jugendwerkstatt Holzwurm auf die Bühne gebracht haben. Ein Stück, das in Zusammenarbeit mit der Lukas-Werk Fachambulanz Helmstedt entstanden sei. Fünf junge Männer stellten sich der Herausforderung und erarbeiteten mit professioneller Unterstützung das Theaterstück.
„Gaming betrifft nich nur junge Leute"
„Die Spielsucht an der Konsole, das sogenannte Gaming, hat besonders in den letzten Jahren stark zugenommen und ist mit jeder anderen Art von Sucht gleichzusetzen“, sagt Patricia Rudloff, Präventionskraft der Fachambulanz Helmstedt und Mitorganisatorin des regelmäßigen Theaterprojektes. Betroffene entwickelten eine psychische Abhängigkeit, die den Großteil ihrer Zeit in Anspruch nimmt. „Das Gaming betrifft nicht nur junge Leute. Es wird zum Vergnügen wie auch zum Stressabbau oder als Bewältigungsstrategie für Negativerfahrungen und Kummer genutzt.“
Ein weiteres Thema des Stücks: Cannabiskonsum. „Eine Droge, die häufig verharmlost wird. Allerdings entwickelt sich auch hier eine psychische wie körperliche Abhängigkeit“, so Rudloff, die das Theaterprojekt seit vielen Jahren in verschiedenen Institutionen und Schulen anbietet. „Junge Leute setzen sich dadurch über einen längeren Zeitraum mit den Abhängigkeitserkrankungen und missbräuchlichen Konsummuster intensiv auseinander. Das freut mich sehr und hat auch präventiven Charakter.“
Infokasten
Bei (An-) Fragen und Hilfen rund um das Thema Abhängigkeit steht das Lukas-Werk in Helmstedt in der Zeit von Montag bis Donnerstag, 9 bis 13 Uhr sowie 14 bis 16.30 Uhr und Freitag von 9 bis 12.30 Uhr unter folgender Telefonnummer gern zur Verfügung: 05351 5209 54. Das Lukas-Werk steht unter Schweigepflicht (auch bei Minderjährigen). Die Beratung ist immer kostenlos.

