Region. Der Regionalverband Großraum Braunschweig unterstützt Kommunen und regionale Akteure bei der Weiterentwicklung des ÖPNV und des Radverkehrs. Zwischen Oktober 2025 und Juli 2026 wurden dafür rund 1,5 Millionen Euro bewilligt. Im Mittelpunkt stehen der barrierefreie Ausbau von Bushaltestellen, attraktivere Bahnhofs- und Haltestellenumfelder, Radverkehrsprojekte sowie die Modernisierung der Fahrgastdatenerfassung. Das geht aus einer Pressemitteilung des Regionalverbands hervor.
Für den barrierefreien Umbau von Bushaltestellen erhielten im vergangenen Jahr 21 Kommunen insgesamt mehr als 1,1 Millionen Euro. Von den rund 6.000 Haltestellen in der Region ist inzwischen mehr als ein Drittel barrierefrei. In Braunschweig werden der barrierefreie Haltestellenumbau mit 39.766 Euro, der Ausbau der Bushaltestelle Richmondweg mit 21.271 Euro und eine Fahrradabstellanlage am Süd-Ausgang des Hauptbahnhofs mit 145.013 Euro gefördert. Peine erhält 95.370 Euro für den Umbau von acht Bushaltestellen. In Gifhorn fließen 74.938 Euro in den barrierefreien Haltestellenumbau und weitere 48.125 Euro in die Grunderneuerung von acht Haltestellen.
Barrierefreie Haltestellen und attraktive Umfelder
Weitere Fördermittel für barrierefreie Haltestellen gehen nach Schöningen (72.546 Euro), Wittingen (69.121 Euro), Salzgitter (64.875 Euro), Goslar (55.071 Euro), Denkte (45.307 Euro), Edemissen (44.098 Euro) und Ilsede/Groß Ilsede (44.000 Euro). Schöppenstedt erhält 32.300 Euro für den Umbau am Elm-Asse-Platz und weitere 35.544 Euro für Haltestellen im Stadtgebiet. Hohenhameln bekommt 35.979 Euro für die Haltestellen Clauen Ort. In Süpplingen werden die Haltestellen Breite Straße mit 24.651 Euro und Schule mit 30.453 Euro gefördert. Weitere Mittel gehen an Bahrdorf (12.128 Euro), Wolfsburg (19.119 Euro), Wolfenbüttel (19.663 Euro), Mariental (12.499 Euro), Warberg (9.302 Euro), Bad Harzburg (7.741 Euro) und Sprakensehl/Blickwedel (6.463 Euro). Die Gemeinde Isenbüttel erhält zudem 69.050 Euro für den Neubau der P+R-Anlage „Reuteranger“.
Mit dem Programm „Attraktive Bahnhalte und Bushaltestellen“ werden Haltestellen und deren Umfeld funktional und gestalterisch aufgewertet. Dafür wurden rund 240.000 Euro bewilligt. In Braunschweig steigt die Förderung für die P+R-Anlage Stöckheim von 270.917 Euro auf insgesamt 359.978 Euro. Die Samtgemeinde Meinersen erhält 78.750 Euro für Buswartehallen an der Ameisenschule. In Gifhorn werden 52.069 Euro für die Aufwertung der Bushaltestellenanlage „Steinweg“ bereitgestellt. Salzgitter erhält weitere 22.994 Euro für Planungskosten des Bahnhofsumfelds SZ-Thiede.
„Rauf aufs Rad“ stärkt den Radverkehr
Mit dem Förderprogramm „Rauf aufs Rad“ unterstützt der Regionalverband Kommunen, Vereine und weitere Akteure. Insgesamt fließen rund 40.000 Euro in verschiedene Radprojekte. Die Gemeinde Schwülper erhält 7.600 Euro für „Mit dem Rad zum Markt“. Die WITO GmbH Peine bekommt 5.000 Euro für Fahrradbügel am Eixer See und 4.987,50 Euro für STADTRADELN im Peiner Land. Der Landkreis Wolfenbüttel erhält 5.030 Euro für die landkreisweite STADTRADELN-Teilnahme, die Kreisvolkshochschule Goslar 1.850 Euro für „Rauf aufs Rad im Landkreis Goslar“.
Auch kulturelle und touristische Projekte werden gefördert. Das Forum Industriekultur Braunschweig erhält 5.600 Euro für „Industriekultur erleben | Musikinstrumentenbau in Braunschweig“, Schöningen 5.000 Euro für die „Schöninger Radnadel“, Soziokultur vor Ort Braunschweig 4.000 Euro für eine Street-Art-RadTour und der Verein Grenzenlos – Wege zum Nachbarn 600 Euro für die „Rundfahrt Grenzenlos mit dem Fahrrad 2026“.
Digitale Fahrgastzählung
Für eine bessere Datengrundlage der ÖPNV-Planung finanziert der Regionalverband automatische Fahrgastzählsysteme. Die Verkehrsgesellschaft Landkreis Gifhorn mbH erhält dafür 56.250 Euro für eine AFZS-Schnittstelle zum Datenexport.
Nahverkehr wird weiterentwickelt
Im ersten Kompaktbericht zum Nahverkehrsplan 2025 informiert der Regionalverband über umgesetzte Projekte und die nächsten Schritte. Zwei Verkehrsverträge im Schienenpersonennahverkehr wurden neu ausgeschrieben und vergeben. Das enno-Netz bleibt bis 2038 bei metronom, DB Regio fährt weiterhin zwischen Magdeburg und Braunschweig. Die RegioBus-Verkehre sind für 2027 gesichert, flexo soll künftig dauerhaft Bestandteil des lokalen Busverkehrs werden.
Busse sollen schneller vorankommen
Der Verkehrsausschuss empfahl einstimmig, die Busbeschleunigung in der Region voranzutreiben. Busse sollen beispielsweise durch Vorrangschaltungen an Ampeln oder eigene Fahrwege schneller vorankommen. Ziel ist ein regionsweit einheitliches System, von dem auch interkommunale Buslinien profitieren. Ein Gutachten soll zunächst Schwachstellen analysieren und konkrete Beschleunigungsmaßnahmen entwickeln. Für das Haushaltsjahr 2027 sind dafür 350.000 Euro vorgesehen.

