Salzgitter/Braunschweig. Die Johanniter-Weihnachtstrucker sind schon vor Ostern aktiv. Die Planungen für Weihnachtsfreuden für bedürftige Familien sind bereits jetzt angelaufen. Das berichtet die Johanniter-Unfall-Hilfe, Regionalverband Harz-Heide, in einer Pressemitteilung.
Mit drei vollgepackten Lastwagen voller Spenden waren Ehrenamtliche der Johanniter am vergangenen zweiten Weihnachtsfeiertag nach Rumänien aufgebrochen. Sie übergaben insgesamt 4.950 Päckchen aus Niedersachsen und Bremen an die Zwischenstation im rumänischen Bistritz. Der größte Teil der Spenden wurde von da aus weiter in die Ukraine gebracht. Teilweise wurden die Pakete aber auch vor Ort an hilfsdürftige Kinder verteilt. Eine der 15 Ehrenamtlichen des Hilfskonvois war Maren Meers, Ehrenamtliche bei den Johannitern in Salzgitter.
36 Stunden dauerte die Fahrt
Seit vier Jahren engagiert sich die 35-Jährige ehrenamtlich neben dem Bevölkerungsschutz auch im Projekt Johanniter-Weihnachtstrucker. In den Wochen vor Weihnachten sammelte die Söhlderin mit ihren Kolleginnen und Kollegen Spenden für das Projekt. Und machte sich dann mit dem Weihnachtstrucker-Konvoi des Landesverbandes Niedersachsen / Bremen zum Ende des Jahres auf den Weg, um die gespendeten Lebensmittel und Hygieneartikel zu übergeben. 36 Stunden dauerte die Fahrt, mit Zwischenstopp in Ungarn, bis die Johanniter den Zielort im rumänischen Bistritz im letzten Jahr erreichten.
Das einzige Weihnachtsgeschenk
Die Verteilaktion an hilfebedürftige Kinder vor Ort bewegt Maren Meers: „Bei der Übergabe der Pakete siehst du einfach, wofür du diese ganze Arbeit auf dich nimmst“, erzählt die Johanniterin. „Viele der Kinder kennen es gar nicht, dass sie zu Weihnachten etwas geschenkt bekommen und sind super glücklich über die Süßigkeiten und über das kleine Geschenk in jedem Paket.“
Als es dann bei der Übergabe auch noch anfing zu schneien, machte das den feierlichen und fröhlichen Weihnachtsmoment perfekt. „Es ist rührend, zu sehen, wie sehr sich die Kinder freuen. In traditionellen Trachten haben sie für uns gesungen und haben Danke auf Deutsch gelernt. Auch dass wir in den Schulen von den Lehrern zum Essen eingeladen werden, ist etwas ganz Besonderes. Die Gastfreundschaft so zu erleben."
Blick zurück und nach vorn
Kürzlich trafen sich die Johanniter-Weihnachtstrucker aus Salzgitter, Braunschweig, Celle, Uelzen und Lüneburg in Braunschweig, um auf die letzte Saison zu schauen und schon einen Ausblick auf die Sammelaktion 2026 zu werfen.

Michal Meyer, Maren Meers und die Regionalvorstände Heinrich von Bünau und Sven Heine gucken sich gemeinsam das Fotobuch voller Weihnachtstrucker-Erinnerungen an. Foto: Johanniter / Lena Kopetz
Weihnachtstrucker-Projektleiterin Frauke Engel, die die Aktion im Regionalverband Harz-Heide managt, ist unendlich dankbar über die herausragende Resonanz: „Johanniter-Weihnachtstrucker ist nicht einfach eine Weihnachtsaktion. Solidarität, Nächstenliebe und Zugewandtheit bilden die Basis des immer mitgedachten Projekts. Wir finden viele offene Türen auch im Vorfeld der eigentlichen Aktion im November / Dezember. Unsere Helfenden spüren diesen Rückhalt und setzen sich unermüdlich und mit ganzem Herzen für die Umsetzung ein. Für all das sagen wir danke!“
Feuerwehren helfen mit
Maren Meers, die das Team der Johanniter-Weihnachtstrucker in Salzgitter leitet, freut sich über den Zuspruch, den das Projekt erfährt. „Wir haben viele engagierte Freiwillige Feuerwehren, die Spenden sammeln und daraus Pakete packen.“ Auch mehrere Schulen sammeln in ihren Klassen für das Projekt. „Die Jugendfeuerwehr der Freiwilligen Feuerwehr Söhlde hat auch schon für 2026 zugesagt und sich einen Termin gesichert, an dem wir die Packaktion machen“, erzählt sie.
Ihre Kollegin Nicole Klotz aus Uelzen berichtete bei dem Treffen, dass das Sammeln von Spenden vor Supermärkten auch 2025 wieder sehr gut funktioniert habe und freute sich über den direkten Kontakt zu den Spendern. Michael Meyer aus Celle, der ebenfalls beim Konvoi dabei war, zählt unter anderem auf die Unterstützung von Schulen. „Entscheidend ist es, engagierte Lehrer oder eine motivierte Schülervertreterschaft zu haben. Das ist einfach der Schlüssel. Wir bringen dann leere Pakete in die Schulen und Schule organisieren das Befüllen dann meist fast von selbst“, weiß der Ehrenamtliche. "Auch das Engagement der Mitarbeitenden von Landkreis Celle wie unter anderem auch der Sparkasse Celle-Gifhorn-Wolfsburg war phänomenal."
In Braunschweig geht es um Geld
Seine Kolleginnen und Kollegen in Braunschweig hingegen haben sich auf das Einwerben von Geldspenden ausgerichtet. Mit dem Geld werden dann die Hilfsgüter gekauft und in Pakete verpackt. Intensiviert werden soll in diesem Jahr zudem die Kooperation mit Eintracht Braunschweig. In 2025 nahm der Fußballclub einen ersten Anlauf, auch für die Weihnachtstrucker zu spenden und übergab den Johannitern passenderweise für Freunde des runden Leders elf Pakete.
Auch Heinrich von Bünau, ehrenamtliches Mitglied im Vorstand des Johanniter-Regionalverbandes Harz-Heide, ist dankbar für die breite Unterstützung der Zivilgesellschaft für das Projekt: „Wie viele Menschen Gutes tun möchten, beeindruckt mich jedes Jahr von Neuem. Der Johanniter-Weihnachtstrucker ist eine Herzensangelegenheit und das Herzstück sind unsere vielen Ehrenamtlichen – ob auf dem Konvoi, in der Logistik oder bei den Packaktionen. Mein Dank gilt allen Beteiligten, Partnern, Spendenden und Förderern dieses Projekts, denen ihre Mitmenschen in Not nicht egal sind!“ Sein Vorstandskollege Sven Heine ergänzt: „Wir sind so stolz darauf, was unser Ehrenamt zu leisten vermag und so ganz lebensnah und pragmatisch dort die Hilfe hinbringt, wo sie benötigt wird“.
Auch Ende 2026 möchte der Johanniter-Weihnachtstrucker wieder auf Tour gehen und im Laufe des Jahres alles dafür vorbereiten. Unterstützung für das Projekt durch unterschiedliche Spenden ist daher das ganze Jahr möglich. Alle Infos zum gesamten Projekt unter: www.johanniter.de/weihnachtstrucker.



