"Höchst irritierend": Gesundheitsministerin lässt Spahn bei Impfzentren abblitzen

Die Niedersächsiche Gesundheitsministerin Daniela Behrens hält die Vorschlag von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Impfzentren wieder zu eröffnen für "höchst irritierend". Immerhin habe er sie überhaupt erst schließen lassen.

Landesgesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) hält wenig vom Vorschlag die Impfzentren wieder zu eröffnen. Archivbild
Landesgesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD) hält wenig vom Vorschlag die Impfzentren wieder zu eröffnen. Archivbild Foto: Anke Donner

Berlin/Hannover. Bereits in der vergangenen Woche hatte der amtierende Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine Wiedereröffnung der Impfzentren ins Spiel gebracht, um die Arztpraxen bei den sogenannten "Boosterimpfungen" zu entlasten. Die Niedersächsische Gesundheitsministerin Deniela Behrens (SPD) hält offenbar wenig davon die Zentren wieder zu öffnen. Sie hält Spahns Vorstoß für "höchst irritierend", wie ihr Ministerium in einer Pressemitteilung verkündet.


„Die neuesten, unabgestimmten Vorschläge des geschäftsführenden Bundesgesundheitsministers zu einer Wiedereröffnung der stationären Impfzentren empfinde ich als höchst irritierend. Es war schließlich der gleiche Minister, der die Finanzierung der Impfzentren und die Belieferung der Länder mit Impfstoff zum 30. September eingestellt hat", so Landesgesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD). Das Land Niedersachsen habe sich frühzeitig und "sehr vehement" dafür eingesetzt, eine öffentliche Entlastung der Arztpraxen zu schaffen. Das Ergebnis sind die mobilen Impfteams, die in allen Kreisen und Städten unterwegs seien. Die könnten bei Bedarf sogar aufgestockt werden.

"Ich bin froh, dass wir diese mobilen Impfteams haben, sie werden in den kommenden Wochen und Monaten eine wichtige Rolle spielen", ist sich Behrens sicher. Im Fokus stünden dabei aktuell Auffrischungsimpfungen in den Alten- und Pflegeheimen und den Einrichtungen der Eingliederungshilfe, Impfangebote an Schulen und Berufsschulen sowie niedrigschwellige, dezentrale Impfaktionen.


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