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Hubschrauberpiloten auf Lehrflug in der Region

Zehn Hubschrauber der Bundespolizei waren auf Ausbildungsflug in unserer Region unterwegs.

von Anke Donner


20 Piloten machten sich in zehn Hubschraubern zu ihrem Ausbildungsflug auf. Gifhorn war einer der Landungspunkte.
20 Piloten machten sich in zehn Hubschraubern zu ihrem Ausbildungsflug auf. Gifhorn war einer der Landungspunkte. Foto: Bundespolizei-Fliegergruppe

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22.09.2020

Region. Zehn Hubschrauber kreisten in den vergangenen Tagen über der Region. Grund war ein Ausbildungslehrgang für Berufshubschrauberpiloten der Bundespolizei und der Polizeien der Länder. Die 20 Piloten waren im ersten Teil ihrer einsatzbezogenen Ausbildung zu einer mehrtägigen Übung mit fliegerisch taktischen Inhalten aufgebrochen.



Beim inzwischen 40. Ausbildungslehrgang haben die Piloten den Luftraum verschiedener Bundesländer überflogen. Neben Hamburg, Fuhlendorf, Rostock-Laage, Rügen, Blumberg, Bautzen, Kassel. Bevor es am 25. September zurück nach Sankt Augustin geht, landeten die Piloten mit ihren Maschinen auch in Gifhorn. Dort, erklärt Michael Marx, Ausbildungsleiter der Bundespolizei- Fliegergruppe, im Gespräch mit regionalHeute.de, wurde ein Zwischenstopp gemacht, um beispielsweise die Maschinen zu warten, zu tanken und die Besatzung zu wechseln. Seit Januar 2019 durchlaufen die ausgebildeten Polizeivollzugsbeamten den etwa 22-monatigen Lehrgang zum Berufshubschrauberpiloten bei der Luftfahrerschule für den Polizeidienst in Sankt Augustin. Ein weiterer großer Schritt innerhalb der letzten Ausbildungsphase ist hier die polizeitaktische Aus- und Fortbildung, die die zuvor geschulten polizeitaktischen Inhalte in unterschiedlichen Einsatzräumen vertieft und die Einweisung der Besatzungen in die Verfahren des Formationsfluges vorsieht. Die Piloten bekommen mit der einsatzbezogenen Ausbildung den letzten Schliff, um später im Dienste der Polizei fachgerecht agieren zu können und Einsätze aus der Luft wie Verfolgungsflügen, Personensuche- und Rettung und Observationen zu leisten.

Im Anschluss an die Lizenzübergabe am 22. Oktober 2020 werden die Beamten, als integrativer Bestandteil der inneren Sicherheit und verlässlicher Freund und Helfer aus der Luft, in einer der vier Bundespolizei-Fliegerstaffeln beziehungsweise einer Fliegerstaffel des Bundeslandes einen großen Beitrag für die Bevölkerung leisten.


Teil der Ausbildung ist das Formationsfliegen Foto: Bundespolizei-Fliegergruppe


Stützpunkt der Fliegerstaffel in Gifhorn


Zur Bundespolizei-Fliegergruppe mit Sitz in Sankt Augustin bei Bonn gehören insgesamt vier Bundespolizei-Fliegerstaffeln - der Stützpunkt der Fliegerstaffel Fuhlendorf ist in Gifhorn angesiedelt.


Die Ausbildungshubschrauber der Bundespolizei während ihres Stopps. Foto: Bundespolizei-Fliegergruppe


Die Bundespolizei betreibt derzeit insgesamt 93 Hubschrauber verschiedener Gewichtsklassen, davon zehn Hubschrauber ausschließlich für Schulungszwecke und 18 Zivilschutzhubschrauber. Damit ist der Bundespolizei-Flugdienst nach der Lufthansa der zweitgrößte Betreiber ziviler Luftfahrzeuge in Deutschland und eine der größten polizeilichen Flugdienstorganisationen der Welt. Mit den vier Bundespolizei-Fliegerstaffeln und der Fliegenden Staffel des Luftfahrtbetriebes - den operativen Dienststellen des Bundespolizei-Flugdienstes - und an weiteren sieben Stützpunkten permanent vorgehaltenen Polizeihubschraubern werden die gesetzlichen bundespolizeilichen Alltagsaufgaben bewältigt. Dies beinhaltet die Überwachung der Grenzen und der Anlagen der Deutschen Bahn, ergänzt um eine ebenfalls »Rund-um-die-Uhr«-Bereitschaft von Transporthubschraubern für kurzfristige polizeiliche Lagen, für die Spezialeinheit GSG 9 der Bundespolizei und für Einsätze im Rahmen der technischen Not- und Katastrophenhilfe.


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