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Hund von Ast erschlagen - Stadt plant Sonderkontrolle im Baumbestand

Nachdem am Samstag ein kleiner Hund von einem herabfallenden Ast im Prinzenpark erschlagen wurde, will die Stadt entlang der Hauptwege eine Sonderkontrolle am Baumbestand vornehmen. Trotzdem bleibe immer ein Restrisiko.

von Julia Fricke


Nachdem im Prinzenpark ein Hund von einem Ast erschlagen wurde, sollen die Bäume nun kontrolliert werden.
Nachdem im Prinzenpark ein Hund von einem Ast erschlagen wurde, sollen die Bäume nun kontrolliert werden. Foto: regionalHeute.de

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08.09.2020

Braunschweig. Am vergangenen Samstagnachmittag wurde im Prinzenpark, nahe der Matthäuskirche ein kleiner Hund von einem herabstürzenden Ast erschlagen (regionalHeute.de berichtete). Die alarmierte Feuerwehr kontrollierte daraufhin den Bereich auf weitere Gefahren, wobei keine Gefahrenpunkte erkannt wurden. Am heutigen Dienstagmorgen wird der Baumbestand an den beiden in Betracht kommenden Hauptwegen Richtung Nußberg und Richtung Rollschuhbahn im Rahmen einer Sonderkontrolle überprüft, so die Stadt Braunschweig auf Nachfrage von regionalHeute.de.


Doch auch grundsätzlich würden im Prinz-Albrecht-Park alle Einzelbäume in einem Sicherheitskorridor von zehn Metern, gemessen von den Außenseiten aller regulären Freizeit- und Erschließungswege, mindestens einmal im Jahr gemäß der Baumkontrollrichtlinie der Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung e.V. begutachtet werden. Augenscheinlich gesunde Bäume in der Reifephase ohne erkennbare Vorschädigung seien dabei jedoch eine Ausnahme, da solche Bäume in längeren Kontrollintervallen untersucht werden, wie die Stadt Braunschweig auf Nachfrage von regionalHeute.de berichtet. Sollten Vorschädigungen oder Auffälligkeiten bestehen, würden die Bäume im Bedarfsfall auch zweimal pro Jahr kontrolliert werden. Das gleiche gelte für auch für Einzelbäume und Baumgruppen auf Rasenflächen.

Tiefergehende Untersuchungen



Fallen bei der Begutachtung Hinweise auf Probleme mit der Stand- oder Bruchsicherheit eines Baumes auf, werde mit technisch-apparativen Verfahren vertieft untersucht. Zuständig dafür sei der Fachbereich Stadtgrün und Sport.

Doch auch außerhalb der Regelbaumkontrollen könne es zum Absterben von Ästen oder Astpartien kommen. Generell bestehe daher für Besucher von Parkanlagen genauso wie im Wald, sich eines gewissen Restrisikos, trotz engmaschiger Kontrollen.

Aktualisiert, 10. September:
Am vergangenen Dienstag hat die Stadtverwaltung den Bereich noch einmal in Augenschein genommen. Dabei sei nicht ersichtlich geworden, um welchen Baum es sich gehandelt haben könnte. Zudem habe die Stadtverwaltung überprüft, ob in dem Bereich in den vergangenen Jahren die Prüfintervalle eingehalten wurden. Dies sei der Fall gewesen. Weiterhin hätten an allen Wegen des Prinzenparks im vergangenen Winter Baumpflegearbeiten stattgefunden, wobei auch Totholz entfernt worden sei, wie die Stadt Braunschweig mitteilt.



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