IG Metall gegen Erhöhung des Renteneintrittsalters

Sie fordert ein Nein zu solchen Debatten.

Archivbild. Symbolbild.
Archivbild. Symbolbild. Foto: Anke Donner

Niedersachsen. Die IG Metall Niedersachsen - Sachsen-Anhalt spricht sich gegen Debatten über die Erhöhung des Renteneintrittsalters aus. Das geht aus einer entsprechenden Pressemitteilung der Gewerkschaft hervor.


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"Ich finde es gesellschaftlich unverantwortlich, dass Ökonomen in ohnehin schwierigen und unsicheren Zeiten ein solches Spiel mit der Angst betreiben. Die Beschäftigten tragen die volle Last der Preissteigerungen, fragen sich vielfach, wie sie die gestiegenen Sprit-, Lebensmittel und Energiekosten tragen sollen. Mit Blick auf diese Ängste kann, darf und wird die Antwort nicht eine längere Lebensarbeitszeit sein", so Thorsten Gröger, IG Metall-Bezirksleiter. Ein Eintritt ab 70, selbst ab 67, sei für viele Berufe unzumutbar. 45 Jahre Arbeit seien demnach genug. Die IG Metall setzt sich für ein Rentenniveau von etwa 53 Prozent ein.

Diskussionen über Umverteilungen gefordert


Statt über eine Erhöhung des Rentenalters zu diskutieren, sollte nach Meinung Grögers über Umverteilungsfragen geredet und Krisengewinner, die sich während der Pandemie oder am Krieg eine goldene Nase verdient haben, zur Kasse gebeten werden. Auch über eine "gerechtere Besteuerung" von Spitzenverdienern sollte in seinen Augen diskutiert werden.

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Die Rente brauche eine Zukunft, die jedoch nicht durch ein Anheben des Eintrittsalters geschaffen werde. "Die gesetzliche Rente soll den Ruhestand finanziell absichern. Doch seit den 2000er Jahren ist das Rentenniveau erheblich gesunken. Wir wollen diesen Trend stoppen – die von der Bundesregierung im Koalitionsvertrag festgehaltenen Haltelinien sind ein erster Schritt in die richtige Richtung", so der Bezirksleiter. Die Rente sollte nach Ansicht der IG Metall auf einer solidarischen Basis fußen und künftig von allen Erwerbstätigen getragen werden. Auch eine "Betriebsrente für alle" könne eine Antwort auf die Rentenproblematik darstellen, so der Gewerkschafter.


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