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In der Woche nach Weihnachten sollen alle Landkreise mit Impfstoff versorgt werden

Geimpft wird aber zunächst nur in den Pflegeeinrichtungen. Gestartet wird in Osnabrück und Cloppenburg.

von Alexander Dontscheff


Symbolbild
Symbolbild Foto: Rudolf Karliczek

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22.12.2020

Hannover. In einer Pressekonferenz am heutigen Dienstagnachmittag informierte die Niedersächsische Landesregierung über das weitere Vorgehen in Sachen Corona-Impfung. Demnach werden die ersten knapp 10.000 Impfdosen am Zweiten Weihnachtsfeiertag erwartet. Mit den Impfungen in Pflegeeinrichtungen soll dann am 27. Dezember begonnen werden. Zunächst allerdings nur in Cloppenburg und Osnabrück.



Dass man mit den Impfungen in Cloppenburg und Osnabrück beginne, habe damit zu tun, dass dort die Anzahl der von Corona betroffenen Altenheimen besonders groß sei, erklärte Staatssekretär Heiger Scholz. Mit welchen Landkreisen man dann weitermache, werde gerade verhandelt. In der Woche nach Weihnachten würden aber weitere 100.000 Impfdosen für Niedersachsen erwartet. Dann sollen alle niedersächsischen Landkreise und kreisfreien Städte versorgt werden, betonte Heiger Scholz.

Zunächst würden diese allerdings nur in den Alten- und Seniorenheimen eingesetzt. Denn man müsse bedenken, dass 100.000 Impfdosen nur 50.000 geimpfte Menschen bedeuteten. Mit dem aktuell zugelassenen Impfstoff von Biontech/Pfizer müsse die Person zweimal geimpft werden. Die zweite Impfung müsse nicht nur ziemlich genau drei Wochen nach der ersten erfolgen, der Impfstoff müsse auch aus der gleichen Charge stammen, betonte Scholz. Das bedeute, dass man nicht munter drauf los impfen könne, sondern die Hälfte beiseite legen müsse. In Niedersachsen lebten rund 800.000 Menschen, die der vom Bundesgesundheitsministerium definierten ersten Impfgruppe angehörten.

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Anfang Januar erwarte man die Zulassung des zweiten Impfstoffes von Moderna. Doch auch hier sei eine zweite Impfung nötig. Dieser Impftoff müsse zwar nur bei -20 Grad Celsius und nich bei - 70 Grad (wie der von Biontech/Pfizer) gelagert werden, doch für einen Regelbetrieb in den Arztpraxen bedeute dies immer noch zu viel logistischen Aufwand. Hier hoffe man auf den Impfstoff von AstraZeneca, der nicht so extrem gekühlt werden müsse.


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