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In Salzgitter sind die Störche los - Über 90 Vögel gesichtet



Salzgitter

In Salzgitter sind die Störche los - Über 90 Vögel gesichtet

von Nick Wenkel


Auf den Feldern an der Mülldeponie tummeln sich die Störche. Fotos: Rudolf Karliczek
Auf den Feldern an der Mülldeponie tummeln sich die Störche. Fotos: Rudolf Karliczek Foto: Rudolf Karliczek

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Salzgitter. Einen Sammelplatz für Störche boten in diesem Jahr die Felder an der Mülldeponie Diebesstieg. Rund 98 Vögel befanden zwischenzeitlich auf dem Acker. Doch warum waren vor allem die Grünflächen an der Deponie so beliebt? Wie Storchenvater Georg Fiedler vermutet, lag dies wohl an der diesjährigen Dürre-Periode.



„Es muss in diesem Jahr an dem Wetter gelegen haben. Durch die Dürre hat es allgemein sehr wenig Nahrung gegeben", so Fiedler, der als ehrenamtlicher Storchenbeauftragter für den Großraum Braunschweig zuständig ist. Fiedler beobachtete über einige Wochen das Verhalten der Störche vor der Mülldeponie. „Es gibt zwei Nahrungsquellen in Salzgitter: Den Heerter See und eben die Mülldeponie Diebesstieg, an der die Störche ihr Essen aus dem Biomüll zogen." Aber nicht nur diesen Aspekt hat der Storchenvater bei seinen Beobachtungen ausgemacht. Während der Dürre-Periode in der Region, sei an der Mülldeponie zwischenzeitlich eine Grünfläche stark bewässert worden. Die Störche haben sich daraufhin dort niedergelassen und planschten teilweise sogar in den Pfützen. „Das Wasser gab es in vorherigenJahren vielleicht auch an anderen Orten, in diesem Jahr aber nur hier", so der Storchenbeauftragte.

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Storchenvater George Fiedler und NABU-Mitarbeiterin Marlies Gräwe. Foto:



NABU freut sich über Rückmeldung


Nicht nur Georg Fiedler, der zwischenzeitlich bis zu 98 Störche auf einem Feld zählte, sondern auch die restliche Bevölkerung zeigte sich offenbar sehr überrascht über das große Vogeltreffen. Wie NABU-Mitarbeiterin Marlies Gräwe berichtet, gab es in der Zwischenzeit zahlreiche Anrufe, in denen Leute nach der Herkunft der Störche fragten. Ein positives Zeichen findet Gräwe, die nun auf noch mehr Unterstützung für dieStorchenarbeit hofft. „Ich bin erstaunt, wie viele Menschen das wahrgenommen haben. Ich hoffe, dass wir das nutzen und den Weißstorch langfristig schützen können", so die NABU-Mitarbeiterin. Die Tierschützer haben nun aber wohl erstmal ein wenig Zeit, ehe sie sich wieder um die Störchekümmern müssen. Die Vögel sind nach Einschätzungen von Georg Fiedler nämlich wohl schon weitergezogen. Ein bisschen früher als sonst, was aber wohl auch am diesjährigen Nahrungsangebot lag, vermutetder Storchenvater.

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Ein Storch auf Nahrungssuche. Foto: Rudolf Karliczek




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