Wolfenbüttel

ITZ bietet Erste-Hilfe-Kurse für Menschen mit Behinderung


Beim ITZ fand nun ein Erste Hilfe Kurs statt. Fotos: DRK
Beim ITZ fand nun ein Erste Hilfe Kurs statt. Fotos: DRK Foto: DRK

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02.10.2017

Wolfenbüttel. Für Menschen mit Behinderungen ist es nicht einfach, normalen Erste-Hilfe-Kursen zu folgen. Dabei ist es ganz einfach, anderen zu helfen, wenn es richtig erklärt wird. Daher hat das DRK Wolfenbüttel einen Kurs für Menschen mit Behinderung am Integrations- und Therapiezentrum (ITZ) angeboten.



Wolfenbüttel. Sich selbst und anderen helfen – für die Teilnehmer der Ü16-Gruppe ist das selbstverständlich. Und so fällt es Phillip nicht schwer, ein Warndreieck aufzubauen und seinen Freunden zu erklären, was damit gemacht wird. Er und die anderen Jugendlichen mit Behinderungen treffen sich ein bis zweimal pro Woche zu verschiedenen Aktionen, immer begleitet von haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeitern des DRK Wolfenbüttel. „Anderen zu helfen ist ganz einfach, wenn es richtig erklärt wird. Daher entstand die Idee, auch Erste-Hilfe-Kurse für die Zielgruppe des ITZ anzubieten“, erklärt Melanie Niestrop, Ausbildungsbeauftragte des Kreisverbandes Wolfenbüttel, ihren Einsatz an einem Samstag im Integrations- und Therapiezentrum auf dem Exer-Gelände.


Amelie und Niestrop: Marie und die Erste-Hilfe-Ausbilderin Melanie Niestrop üben die Handgriffe für die Stabile Seitenlage. Foto:



Oft fällt es Menschen mit Behinderungen schwer, normalen Kursen zu folgen; sie brauchen andere Erklärungen oder intensivere Anleitung. „Unser Anspruch war es, die Inhalte an den regulären Kursen zu orientieren, daher ist auch die Dauer von 9 bis 17 Uhr ähnlich. Nur die Inhalte sind kleinschrittiger aufbereitet“, so Niestrop. Lisa Oprzondek, Mitarbeiterin der Einrichtung, freut sich über ihren Einsatz: „Es ist toll, dass wir eine zuverlässige und einfühlsame Ausbilderin haben. Sie macht es sehr individuell und geht auf jede und jeden in der Gruppe ein.“ Begleitet wurde der Kurs von den weiteren ehren- und hauptamtlichen Mitarbeitern des FED, die auch bei der Ausführung der Praxisübungen zur Seite standen. Am Ende des Tages hatte jeder die Grundlagen der Stabilen Seitenlage und Verbände verstanden, kannte die Notrufnummer und wusste, wofür eine Rettungsdecke benötigt wird.


Philip (rechts) lässt sich von Erste-Hilfe-Ausbilderin Melanie Niestrop die Stabile Seitenlage erklären.
Bild: DRK Wolfenbüttel Foto: DRK Wolfenbüttel



Für Oprzondek war der Kurs ein voller Erfolg. Er fand im Rahmen der Angebotsreihe für die sogenannte Ü-16-Gruppe im ITZ statt. Die Teilnehmer der Gruppe, überwiegend junge Erwachsene, erhalten vierteljährlich einen Übersichtsplan mit den geplanten Aktionen der Gruppe. Neben lehrreichen Inhalten wie dem Erste-Hilfe-Kurs geht es auch mal in die Disco oder zum Bowlen. „Eben immer dahin, wo etwas los ist“, erklärt Oprzondek. „Die jungen Erwachsenen erleben die gleichen Sachen wie ihre Altersgenossen, haben ohne ihre Eltern etwas mehr Zeit für sich und für das Pflegen von Freundschaften.“ In der Regel sei bei der Betreuung in den Gruppen ein Mitarbeiter für jeweils zwei Gruppenteilnehmer zuständig. Im Bedarfsfall könne aber auch eine Eins-zu-Eins-Betreuung organisiert werden. So ist es allen Menschen mit Behinderungen möglich, an den Angeboten im ITZ teilzunehmen.


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