Peine

Jubilarehrungen des ver.di Ortsvereines Peine


Mathias Möhle, Nanni Rietz-Heering und Thomas Kewitz. Foto: ver.di Ortsverein Peine
Mathias Möhle, Nanni Rietz-Heering und Thomas Kewitz. Foto: ver.di Ortsverein Peine Foto: ver.di Ortsverein Peine

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22.10.2018

Peine. Die gut besuchte Jubilarehrung des ver.di Ortsverein Peine fand großen Anklang bei den geladenen Gästen, berichtet der ver.di Ortsverein Peine in einer entsprechenden Pressemitteilung. Die Gewerkschaft ehrt in diesem Jahr insgesamt 108 Jubilare aus dem Kreis Peine.


Sechsundzwanzig nahmen persönlich an der Ehrung in der Peiner Bürgerschänke teil und bekamen ihre Urkunde von der Vorsitzenden Nanni Rietz-Heering mit einem Dankeschön für die jahrzehntelange Mitgliedschaft überreicht. Geehrt wurde für 25, 40, 50, 55, 60,65 und sogar 70 jährige Mitgliedschaft.

In ihrer Begrüßungsrede hob Rietz-Heering die besonderen Politikfelder der ver.di hervor. Neben den Kämpfen für bessere Arbeitsbedingungen und Tarifabschlüssen werde es immer wichtiger sich für bessere Lebensbedingungen insgesamt einzusetzen und dafür auf die Straße zu gehen. Deshalb rufe auch der ver.di Ortsverein Peine mit dazu auf, den von sehr vielen prominenten Menschen initiierten Aufruf "abrüsten statt aufrüsten" zu unterschreiben und an den bundesweiten Demonstrationen und Aktionen vom 1. bis 4. November teilzunehmen.

Zentrale Anliegen geschildert


Die Bundesrepublik plane eine Verdopplung der Rüstungsausgaben, heißt es seitens des Ortsvereins. Das seien schätzungsweise weitere 30 Milliarden Euro, die im zivilen Bereich den Schulen, Kitas, Krankenhäusern, dem öffentlichen Nahverkehr und dem sozialen Wohnungsbau fehlen würden und dort besser eingesetzt wären. "Wir können nicht zulassen, dass sich unsere Lebensbedingungen immer mehr verschlechtern", so Rietz-Heering. Ein weiteres Thema bei ver.di sei das Erstarken der AFD mit ihren Wahlerfolgen.

"Wir haben auf unserer Bezirkskonferenz in Braunschweig Anträge verabschiedet, die verhindern sollen, dass Mitglieder aus rechtspopulistischen und rassistischen Parteien und Organisationen in ver.di in Ämter und Funktionen gewählt werden können. Das war mir ein besonderes Anliegen und die Anträge gingen ohne Gegenstimme durch", freute sich Rietz-Heering, die für ver.di auch jedes Jahr das Fest der Kulturen mitorganisiert.

"Einsatz für Arbeitnehmerschaft"


Thomas Kewitz, Vorsitzender der ver.di Region Süd-Ost-Niedersachsen forderte in seiner Festrede die Politiker auf, sich in höherem Maße für die Belange der Arbeitnehmerschaft einzusetzen und erwartet insbesondere von der SPD Unterstützung für die Gewerkschaftsforderungen. Kewitz ging besonders auf die politischen Ereignisse in den zurückliegenden 70 Jahren ein, die den anwesenden Jubilaren von großer Bedeutung waren, als sie damals in die Vorläufer-Gewerkschaften von ver.di eintraten, So rief er zum Beispiel für 1963 den Rücktritt von Bundeskanzler Adenauer und das Grubenunglück in Lengede in Erinnerung.

Der in Peine bei den Gewerkschaften beliebte Musiker Achim Bigus aus Osnabrück unterhielt mit seinen Solidaritäts- und Friedensliedern sowie dem "Unternehmeswunschkonzert" die Jubilare und untermalte damit auch das köstliche bayrische Menue. Unter Beifall sang er an der Gitarre "35 Stunden sind genug", Heute hier, morgen dort" aber auch "Bella ciao" und "Moorsoldaten" sowie das Einheitsfrontlied von 1934 und das Solidaritätslied von 1930, beides von Bertholt Brecht/ Hanns Eisler.

Der Peiner SPD Landtagsabgeordnete Mathias Möhle bereicherte die Veranstaltung durch ein kurzes Grußwort mit Erzählungen aus dem Landtag und berichtete von seiner Arbeit im Landtag.


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