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„Kanzler der Einheit” - Stimmen zum Tod von Helmut Kohl

von Frederick Becker


Helmut Kohl bei seiner Rede im Deutschen Bundestag. Foto: Deutscher Bundestag/Presse-Service Steponaitis
Helmut Kohl bei seiner Rede im Deutschen Bundestag. Foto: Deutscher Bundestag/Presse-Service Steponaitis

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18.06.2017

Ludwigshafen/Salzgitter. Helmut Kohl ist am heutigen Freitagmorgen in seinem Haus in Ludwigshafen verstorben. Als Kanzler der Bundesrepublik Deutschland (1982-1998) war er maßgeblich an der Wiedervereinigung 1989/1990 beteiligt. Er wurde 87 Jahre alt.


Kohl hatte 16 Jahre lang das Amt des deutschen Bundeskanzlers inne. Er war einer der prägenden Figuren im deutschen Wiedervereinigungs-Prozess 1989/1990. Wegen einer komplizierten Erkrankung musste er sich bereits 2007 schweren Operationen unterziehen. Nach einem Sturz im Februar 2008 erlitt er zudem ein Schädel-Hirn-Trauma. Dieser Unfall beeinträchtigte ihn nachhaltig. In die deutsche Geschichte wird Helmut Kohl als „Kanzler der Einheit” eingehen.

Auch in Salzgitter wird dem Altkanzler gedacht


Diese Stellungnahme veröffentlichte Sigmar Gabriel in seiner Funktion als Bundesaußenminister auf der Webseite des Auswärtigen Amtes:
Wir haben gerade davon gehört, dass der frühere Bundeskanzler Helmut Kohl gestorben ist. Er war ein großer Staatsmann, ein großer deutscher Politiker und vor allem ein großer Europäer, der sehr viel dafür getan hat, dass nicht nur die Deutsche Einheit gekommen ist, sondern auch dass Europa zusammengewachsen ist. Das ist sein großes Vermächtnis. So wird er uns in Erinnerung bleiben. Wir sind in diesen Minuten in Gedanken bei seiner Familie und seinen Kindern. Es ist ein wirklich großer Deutscher gestorben.

Das meinte der CDU-Landtagskandidat Eugen Schmidt:
Altkanzler Dr. Helmut Kohl hat mit Umsicht und Weitsicht die politisch und historisch einmalige Gelegenheit zur Wiedervereinigung ergriffen und als überzeugter Europäer mit vielen Mitstreitern dafür gesorgt, dass aus ehemaligen Feinden gute Freunde geworden wurden.

Unsere Aufgabe ist es jetzt, diesen europäischen Gedanken in Zukunft weiterzuführen und zu festigen und zu leben!!! Wir dürfen nicht zulassen, dass neue Mauern aufgebaut werden - nicht in den Köpfen der Menschen, nicht in unserem Land und nicht in Europa. Weltoffenheit und Demokratie sind für mich sehr hohe Ziele, die es zu verteidigen gilt.

Für meine Familie und für mich persönlich, war Helmut Kohl ein Glücksfall der Geschichte. Mit der Öffnung der innerdeutschen und europäischen Grenzen, sahen die in der ehemaligen Sowjetunion lebenden Deutschen, ihre Chance gekommen um in die Heimat der Vorfahren zurückkehren zu dürfen! Ich verneige mich vor seinen Taten.


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